Bitte hab Verständnis dafür, dass wir in diesem Browser keine optimale Nutzung von RTL.de gewährleisten können. Bitte benutze einen aktuelleren Browser (z.B. Chrome, Firefox, Safari oder Edge), damit du die Seite wie gewohnt nutzen kannst.

Weil es das Gesetz so will

Aus Tiertransport gerettet – jetzt müssen Welpen zum Besitzer zurück

Trotz schlechter Behandlung müssen die Hunde wieder zurück zu ihren Besitzern. (Symbolbild)
Trotz schlechter Behandlung müssen die Hunde wieder zurück zu ihren Besitzern. (Symbolbild)
© iStockphoto, urbazon

26. Februar 2021 - 19:18 Uhr

Tierheim kümmerte sich um die Hunde

Zwei Hundewelpen werden aus den Fängen illegaler Tierhändler befreit und finden in einem Tierheim Unterschlupf. Doch nur wenige Wochen später müssen die Tiere offenbar an diejenigen zurückgegeben werden, die sie unter unwürdigen Bedingungen in einen Käfig gepfercht hatten. So will es das Gesetz.

American-Bulldog-Welpen müssen an Händler zurückzugeben werden

"Wir trauern um Berta & Wilma", schreiben die Tierschützer vom "Bund gegen Missbrauch der Tiere" in einer Überschrift auf ihrer Website. Berta und Wilma leben, aber ihnen droht ein ähnliches Elend wie vor ihrer Befreiung. Denn das Tierheim Wau-Mau-Insel in Kassel (Hessen) darf sich offenbar nicht weiter um die Welpen kümmern.

"Die aktuelle Gesetzeslage zwingt das Tierheim dazu, die am 9. Januar durch die Polizei bzw. das Veterinäramt wegen Verstoßes gegen das Tierseuchenrecht sichergestellten American-Bulldog-Welpen wieder an die Händler zurückzugeben", erklärt der Tierschutzverein.

Illegaler Tiertransport: Welpen hatten nicht einmal Licht

Die Hündinnen waren demnach weniger als acht Wochen alt, als der illegale Tiertransport gestoppt wurde. Er war auf dem Weg von der polnisch-ukrainischen Grenze nach Holland. Zwar habe der Fahrer Zuchtpapiere dabeigehabt, aber keinen Impfausweis, erklärt der "Bund gegen Missbrauch der Tiere". Die Welpen seien "in einem völlig inadäquaten Transportkäfig im Laderaum des Transporters ohne Licht" untergebracht gewesen.

Das Gesetz schreibe vor, dass die Tiere wieder "an die Verursacher auszuhändigen" seien, sobald diese Bußgeld und Unterbringungskosten bezahlt hätten. Und offenbar sind die Welpen schon auf dem Weg dorthin. Das Tierheim erklärte gegenüber RTL, dass es die Hunde am Montag abgegeben hat. Sie sollen zurück an den Tierhändler gehen. Ob sie dort schon angekommen sind, ist noch unklar.

Tierschützer sorgen sich um Mensch und Hund

Die Tierschützer machen sich nun sowohl um die Hunde als auch um die Mitarbeiter des Tierheims Sorgen. "Man mag sich gar nicht ausmalen, welche Zukunft vor den beiden entzückenden Hundemädels liegt", schreibt der Verein. Darüber hinaus entstehe "eine unzumutbare, vor allen Dingen emotionale Belastung für die Tierheimmitarbeiter".

Deshalb fordert der Verein eine Gesetzesänderung. Und zwar "dahingehend […], dass die Tiere geschützt werden können und Tierschützer nicht unfreiwillig zu Handlangern des illegalen Welpenhandels werden".

Auch interessant