2. April 2019 - 23:23 Uhr

Lauren Miranda schickte das Foto vor Jahren an ihren Ex-Freund

Vor Jahren hatte Mathelehrerin Lauren Miranda ihrem Ex-Freund ein Oben-ohne-Foto von sich geschickt - und sich nichts dabei gedacht. Doch dann geriet das Bild auf mysteriöse Weise in die Finger eines Schülers. Kurz darauf ging es auf Social Media viral. Die Schulleitung der US-Schule reagierte darauf und entließ die 25-Jährige. Miranda findet das ungerecht und verklagt nun die Schulbehörde. Im Video äußert sie sich zum Vorfall.

Anwalt: Ein männlicher Lehrer wäre nicht gefeuert worden

Es war ein spontanes Foto und eigentlich nur für die Augen ihres damaligen Freundes gedacht. Er war auch Lehrer an der Bellport Middle School in Long Island. Das war vor drei Jahren. Lauren machte das Oben-ohne-Selfie damals im Schlafzimmer. Irgendwie hatte ein Schüler das Bild in die Hände bekommen und es in der ganzen Schule verbreitet. Schließlich bekam die Schulleitung Wind davon und feuerte die 25-jährige Mathelehrerin. Die Begründung: Sie sei kein Vorbild für die Schüler.

"Sie wurde nur entlassen, weil ein Schüler das Oben-ohne-Foto zufällig erhalten hatte", sagt ihr Anwalt John Ray der "New York Times". Das sei ungerecht und diskriminierend. "Ein männlicher Lehrer wäre unter den gleichen Umständen sicherlich nicht gefeuert worden", so Ray. Deshalb verklagt Lauren das zuständige Schulamt nun auf 3 Millionen US-Dollar - wegen geschlechtsspezifischer Diskriminierung. Das Schulamt habe wohl noch nicht wahrgenommen, dass Männer und Frauen gleich sind, sagt ihr Anwalt.

"Es sind meine Brüste. Es ist mein Körper"

Jetzt will Lauren erst recht ein Vorbild für die Schüler sein und Stärke zeigen. "Was stimmt nicht mit meinem Image?", sagte sie auf einer Pressekonferenz. "Es sind meine Brüste. Es ist mein Körper. Ich schäme mich nicht dafür." Ihre Entlassung würde eine negative Botschaft an die Schüler senden, so Lauren.

Ihr Anwalt verweist darauf, dass sich Frauen im Bundesstaat New York ganz legal Oben-ohne zeigen dürfen. Die Vertreter des Schulamtes wollen den Fall laut "New York Times" nicht kommentieren.