Ermittlungen wegen "gefährlicher Körperverletzung"

Kölner Karneval: Feiernde mit Kabelbinder gewürgt - Polizei stellt Beweismaterial sicher

Einige Karnevalisten wurden in Köln offenbar von einem Unbekannten angegriffen.
Einige Karnevalisten wurden in Köln offenbar von einem Unbekannten angegriffen.
© imago images/Manngold, Rainer Keuenhof via www.imago-images.de, www.imago-images.de

12. November 2019 - 13:29 Uhr

Mehrere Übergriffe in Köln

Er wollte bloß den Start der Karnevalssession feiern und bangte dann um sein Leben. Ein 22-Jähriger wurde am Montagmittag mit einem Kabelbinder gewürgt. Mitten in Köln, während die Menschenmenge um ihn herum gerade die fünfte Jahreszeit einläutete.

Polizei sucht nach DNA-Spuren

Angeblich überfiel ein Unbekannter die Feiernden mit Kabelbindern.
Angeblich überfiel ein Unbekannter die Feiernden mit Kabelbindern.

Die Polizei hat eine Ermittlungsgruppe eingesetzt, die den Fall bearbeitet. Der Staatsanwalt habe den Vorfall mittlerweile als "gefährliche Körperverletzung" eingestuft, sagte Thomas Held, Pressesprecher der Polizei Köln RTL.de. "Das kann sich aber jederzeit ändern". Zuvor war auch von einem versuchten Tötungsdelikt die Rede. 

"Wir haben am Tatort Spurenmaterial sichergestellt", so Held. Das untersuche man jetzt auf Fingerabdrücke und DNA-Spuren. "Außerdem überprüfen wir Videomaterial." Außerdem sei es für die Polizei jetzt wichtig, dass sich Betroffenen und Augenzeugen meldeten. Nur so könne man sich enen genauen Überblick verschaffen. ​

Opfer geht selbst zum Arzt

Das 22-jährige Opfer des Kabelbinder-Angreifers schaffte es am 11.11. noch selbst zu einem Arzt, der sich in einem Sanitätszelt in seiner Nähe aufhielt. Offenbar hatte der unbekannte Angreifer den Kabelbinder so um seinen Hals geschnürt, dass der junge Mann ihn nicht selbst lösen konnte. Der Arzt sei gerade noch rechtzeitig eingeschritten, heißt es. Wie der behandelnde Arzt der Polizei erklärte, war der Kabelbinder so fest um den Hals gezogen, dass dadurch die Durchblutung des Kopfes eingeschränkt war.

Der Geschädigte schilderte, dass sich ein Unbekannter gegen 17:00 Uhr von hinten genähert und ihm die Plastikschlaufe um den Hals gelegt habe.

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Wie die Polizei bestätigte, habe es schon am frühen Vormittag ähnliche Vorfälle gegeben. Allerdings seien die Hilfesuchenden nicht eingeschränkt gewesen. Da es sich um eine erstzunehmende Straftat handele, habe die Polizei die Ermittlungen aufgenommen.