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Guttenberg in Kanzlerfrage: Merz statt Söder

17. Januar 2020 - 16:13 Uhr

CSU-Chef Markus Söder traut er Kanzler nicht zu

Der ehemalige Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg hat sich in der Frage, wen er sich als künftigen Bundeskanzler wünschen würde, festgelegt. "Momentan sehe ich da einen, das ist Friedrich Merz", sagte der CSU-Politiker der RTL/ntv-Redaktion. Dem bayerischen Ministerpräsidenten und CSU-Chef Markus Söder traut er diese Rolle nicht zu.

Karl-Theodor zu Guttenberg: "Der muss erstmal Ministerpräsident können"

"Der muss erstmal Ministerpräsident können", sagte Guttenberg über Söder. "Jetzt mal ehrlich: Wie lange ist der im Amt? Anderthalb Jahre? Dann glaube ich, kommt der Sprung auf die nächste Ebene ein bisschen früh." Söder mache in Bayern eine "klasse Arbeit", müsse aber seine Beliebtheitswerte in der Partei noch verbessern. Zudem sei ihm die "Erfahrung eines Friedrich Merz auch außerhalb der Politik (…) lieber".

Europa muss starke Rolle entwickeln

Guttenberg sagte, er wünsche sich einen neuen Stil in der Politik. "Wir haben jetzt die Endlichkeit einer hochverdienten Kanzlerin, die ein Land durch viele Stürme hindurch geleitet hat." Angela Merkel habe "sehr viel moderiert". Sie habe nicht immer "den ganz großen Wurf entwickeln" können, "weil man die Dinge zusammenhalten musste." Jetzt sei aber der Zeitpunkt gekommen, an dem "der oder die nächste führen muss". Europa dürfe nicht zerrieben werden "zwischen amerikanischen Ansprüchen und zwischen wachsenden chinesischen Ansprüchen". Europa müsse selbst eine starke Rolle entwickeln können. "Dafür braucht es Typen", sagte Guttenberg. Aus seiner Sicht sei dazu im Moment nur Merz geeignet.

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