Bayern-Boss sieht „andere Seite der Medaille“

Karl-Heinz Rummenigge zeigt wenig Verständnis für neues Profi-Bündnis

ARCHIV - 18.09.2019, Bayern, München: Fußball: Champions League, Bayern München - Roter Stern Belgrad, Gruppenphase, Gruppe B, 1. Spieltag in der Allianz Arena. Karl-Heinz Rummenigge steht vor Spielbeginn am Spielfeldrand. Vorstandschef Rummenigge vo
Karl-Heinz Rummenigge
mbk len axs wst, dpa, Matthias Balk

Spieler wollen mehr Mitsprachemöglichkeiten

BVB-Star Mats Hummels, Leverkusen-Profi Sven Bender, Unions Neven Subotic und auch Wolfsburg-Spielerin Alexandra Popp – sie alle setzen sich für mehr Mitsprachemöglichkeiten der Profis bei den Entscheidungen der Clubs und Verbände ein und haben deshalb ein neues Profi-Bündnis gegründet. Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge steht dem Ganzen aber skeptisch gegenüber und sieht auch die „andere Seite der Medaille“.

Rummenigge: "Die Spieler übernehmen damit auch Verantwortung"

Sein Verständnis gegenüber der Initiative ist deshalb nicht gerade riesig: „Es gibt in Deutschland schon eine Spielergewerkschaft, die die Interessen der Spieler vertritt. Die aktuelle Neugründung verstehe ich deshalb nur bedingt“, so Rummenigge im Gespräch mit dem „Handelsblatt“.

In Deutschland sei zwar den Wunsch nach Spielern, die ihre Meinung äußern und sich dafür einsetzen, da. Aber: „Es gibt auch eine andere Seite der Medaille: Die Spieler übernehmen damit nicht nur Rechte, sondern auch Pflichten und Verantwortung.“ Die Profis müssten deshalb auch dafür bereit sein, ihren Beitrag dazu zu leisten, dass das Fußball-Geschäft an Rationalität gewinnt.

Hummels und Co. wollen Stimme aktiver einbringen

Deutlich positiver steht die Vereinigung der Vertragsfußballspieler (VDV) der Neugründung des Profi-Bündnisses gegenüber und bietet Hummels und Co. eine Zusammenarbeit an.

„Ich finde es wichtig, dass Spieler eine Stimme bekommen - und zwar über die 1. Bundesliga hinaus“, hatte der BVB-Profi gegenüber dem „kicker“ auch mit Blick auf die Entscheidungen der DFL rund um die Corona-Krise gesagt. „Wir wurden zuletzt oft übergangen, umso nötiger ist es, dass wir künftig unsere Stimme aktiv einbringen.“