Afrika-Hilfe gegen Terror-Bedrohung in Deutschland

Kanzlerin Angela Merkel auf Staatsbesuch in Afrika: Schneller sein als Terroristen

© REUTERS, ANNE MIMAULT, RUS/PKP

2. Mai 2019 - 16:25 Uhr

Flüchtlingen helfen - gegen Schleuser und Islamisten

Bundeskanzlerin Angela Merkel war lange nicht zu einem Staatsbesuch in Afrika. Aber die Zeiten haben sich geändert. Länder wie Niger, Mali und Burkina Faso in Westafrika - die die Kanzlerin besucht - sind zentrale Staaten für Schleuser und Terrorgruppen. Flüchtlinge aus dem Süden nehmen den Weg durch diese Länder Richtung Europa. Vor allem aber leiden die Staaten unter islamistischen Gruppen, wie Al Kaida und Boko Haram. 22 Soldaten aus Burkina Faso sind während Merkels Besuch bei einem Angriff auf ein Flüchtlingslager getötet worden.

Bundesregierung hilft bei Krankenhausbau und Trinkwasserversorgung

Merkel und ihre Delegation reisen unter hohen Sicherheitsvorkehrungen. Im Gepäck sind jede Menge Finanzmittel. Für das Militär zum Beispiel. Die afrikanischen Staaten geben rund 20 Prozent ihres Haushalts für Militärausgaben aus.

Soziale Projekte bleiben da auf der Strecke. Um zu vermeiden, dass Menschen aus Hoffnungslosigkeit und Not nach Deutschland kommen, investiert die Bundesregierung in den Bau eines Krankenhauses und Gesundheitsstationen. Außerdem fließt Geld in Brunnenbohrungen und den Bau eines Stausees.

Hauptziel: Bekämpfung des Terrors

Merkel nennt bei ihrem Besuch praktische Ziele, wie zum Beispiel: Die Ausbildung stärken, damit junge Menschen eine Perspektive in diesen Ländern sehen. Das Hauptziel ist aber die Bekämpfung des Terrors.

So sind in Mali auch mehrere hundert Bundeswehrsoldaten stationiert. Deutschland hilft bei der Ausbildung von Soldaten und Sicherheitskräften. Um auch so zu verhindern, dass immer mehr Menschen aus diesen Regionen nach Deutschland kommen. Wie viel die Bundesregierung investiert, und wo die Hilfe ansetzt, das sehen Sie im Video.