Corona-Lockdown wird verlängert

Kanzleramtschef Helge Braun zu Schulschließungen: "Das ist uns nicht leicht gefallen"

20. Januar 2021 - 8:34 Uhr

"Müssen mit Neuinfektionen so schnell wie möglich runter"

Es war eine lange Runde, stundenlang diskutierten Bund und Länder über weitere Corona-Regeln und haben am Ende beschlossen, den Lockdown bis zum 14.Feburar zu verlängern und in Teilen zu verschärfen. (Die Übersicht aller Regeln finden Sie hier.)

Kanzleramtschef Helge Braun hat in einem Interview mit der RTL/ntv-Redaktion die anhaltende Maßnahme verteidigt, Schulen geschlossen zu halten: "Wir müssen mit den Neuinfektionszahlen so schnell wie möglich runter, und deshalb müssen wir so viele Maßnahmen gleichzeitig durchhalten. Dazu gehört auch, dass die Schulen bis auf weiteres geschlossen bleiben", sagte Braun. Zur weiteren Begründung führte Braun die in Großbritannien aufgetretene mutierte Virusvariante an. Es gäbe Hinweise, dass das mutierte Virus sich bei Kindern ähnlich ausbreite wie bei Erwachsenen.

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Laut Braun gab es während der Ministerpräsidentenkonferenz beim Thema Schulschließung viel Diskussion: "Das ist uns nicht leicht gefallen, weil wir ganz genau wissen, was das für Eltern und Familien heißt, aber wir müssen jetzt daran arbeiten, dass diese Virusmutation in Deutschland nicht Platz greift."

Aber er macht auch Hoffnung: Im Grundsatz seien wir auf dem richtigen Weg, jetzt nach Weihnachten würden die Zahlen sinken. Die Bevölkerung würde gut mitmachen. Die Maßnahmen jetzt wären vor allem auch aus Vorsorge wegen der britischen Mutation nötig. "Es ist gut und wichtig, dass wir jetzt zusätzliche Maßnahmen machen, weil wir dann noch schneller unten sind mit den Fallzahlen. Dann können wir vielleicht doch etwas früher über Öffnungen nachdenken."