29. November 2018 - 22:57 Uhr

Kein direkter Ersatzflug für die Bundeskanzlerin

Stellen Sie sich vor, die Bundeskanzlerin müsste mit einem Linienflug zum Treffen der 20 wichtigsten Regierungschefs der Welt reisen. Unvorstellbar? Von wegen: Genau das passiert am Freitagmorgen. Das Regierungsflugzeug hat einen technischen Defekt und musste in Köln landen statt den Sprung über den großen Teich zu wagen. Technischer Defekt, das kann mal passieren. Doch einfach in einen Ersatzflieger umzusteigen, daran scheiterten Angela Merkel und ihre Delegation am Flughafen Köln/Bonn, der zugleich Stützpunkt der Luftwaffe ist.

Flugkapitäne müssen Ruhezeiten einhalten: Eine Nacht in Bonn plus ein Abstecher nach Madrid

Ein direkter Weiterflug mit einem Ersatz-Airbus sei nicht möglich, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert vor mitreisenden Journalisten. Dies liege unter anderem an den Dienstzeiten und Verfügbarkeiten von Besatzungen und Flugkapitänen. Die Kanzlerin übernachtet nach RTL-Informationen in einem Bonner Hotel. Sie wird am Freitag mit einem Linienflug aus Madrid nach Buenos Aires fliegen. Die Journalisten, die mit an Bord des Regierungsflugzeugs waren, können nun nicht mehr mitfliegen, wie RTL-Reporter Christian Wilp berichtet.

Wie unser RTL-Reporter den Pannenflug erlebte, berichten wir hier.

Angela Merkel verpasst den Auftakt des G20-Gipfels

Wegen des Zwischenfalls wird Merkel fast den gesamten ersten Gipfeltag in der argentinischen Hauptstadt verpassen, der von der Eskalation in der Ukraine, Handelskonflikten und der Khashoggi-Affäre überschattet wird.