Auftritt unter Tränen

Kanye West: „Ich habe fast mein Kind getötet!"

20. Juli 2020 - 11:34 Uhr

Tränen beim ersten Wahlkampfauftritt

In kugelsicherer Weste hat der Rapper Kanye West in South Carolina seinen ersten Auftritt als Präsidentschaftsbewerber absolviert. Dabei sprach er wenig über Politik, dafür mehr über Religion und brach sogar in Tränen aus, als er erzählte, dass sein Vater seine Mutter gedrängt habe, ihn abzutreiben. Und er erwähnte sogar, dass er auch wollte, dass Ehefrau Kim Kardshian die gemeinsame Tochter West abtreibt. "Ich habe fast mein Kind getötet! Ich habe fast mein Kind getötet!" rief er dabei in die Menge. Ob Kritiker seine Auftritte deshalb eher als PR-Gag sehen?

Wests denkwürdiger Auftritt

Chancen ins Weiße Haus zu kommen, werden ihm nicht eingeräumt. Eine erste Umfrage sieht West bei rund zwei Prozent der Stimmen. Dennoch kann der Rapper nicht aufhören, seine ernsten Absichten hinter seinem Wunsch, als Präsident zu kandidieren, zu betonen. In seiner ersten Veranstaltung, bei der nur geladene Gäste anwesend waren, flossen sogar Tränen. Er erzählte, wie sein Vater ihn vor fast 44 Jahren abtreiben lassen wollte. Dass er am Leben sei, habe er seiner Mutter zu verdankten: "Meine Mutter hat mir das Leben gerettet".

Unter Tränen erklärte er außerdem: "Auch wenn meine Frau sich nach dieser Rede von mir scheiden lassen will, hat sie North auf die Welt gebracht, auch wenn ich es nicht wollte. Sie beschützte dieses Kind."

Ob Kanye West es mit seiner Bewerbung als Präsident wirklich ernst meint? Der Rapper hat schon mehrfach angekündigt, US-Präsident werden zu wollen. Doch spätestens seit dem 4. Juli – dem Tag der Kandidaturverkündung via Twitter – spekuliert ein ganzes Land über seine "2020VISION".