Kanadische Stadt zieht Weihnachten vor: Siebenjähriger hat Gehirntumor

02. November 2015 - 9:13 Uhr

"In meinen Augen ist er ein Held"

Im Städtchen St. George in der kanadischen Provinz Ontario findet Weihnachten dieses Jahr zwei Monate früher statt. Überall stehen geschmückte Tannenbäume, hängen Lichter und Weihnachtsdekorationen. Anlass für die Vorverlegung ist nicht die übermäßige Vorfreude aufs Christkind, sondern ein sehr trauriger: Der keine Evan Leversage hat einen Gehirntumor, berichtet der kanadische Sender CBC.

Evan Leversage hat seit fünf Jahren Krebs.
Im Alter von zwei Jahren wurde bei Evan Krebs diagnostiziert.
© Shelly Wellwood/Facebook

Der Siebenjährige kämpft bereits seit fünf Jahren gegen den Krebs. Seine Ärzte sind allerdings skeptisch, ob er im Dezember noch leben wird, denn sein Tumor sei gewachsen und habe gestreut. Daher schlugen sie seiner Mutter Nicole Wellwood vor, Weihnachten vorzuziehen. Und so beschloss die Familie, Weihnachten im Oktober zu feiern. Verwandte verteilten Flyer in der gesamten Stadt und starteten eine Aktion bei Facebook, damit die ganze Stadt bei der weihnachtlichen Bescherung für den kleinen Evan mitzieht. Und die Bürger der Stadt machten mit: Hunderte Häuser erstrahlten bereits im Oktober in voller Festbeleuchtung. "Wenn man aus unserem Fenster schaut, ist die ganze Straße beleuchtet", erklärte Wellwood. "Wohin man auch schaut: Überall ist Weihnachten. Es ist viel mehr, als ich mir jemals vorgestellt hatte."

St. George ist weihnachtlich geschmückt.
Die ganze Stadt ist weihnachtlich geschmückt, auch das Haus von Evan.
© Shelly Wellwood/Facebook

Und das hat der kleine Evan auch mehr als verdient. "Er musste viele aggressive Behandlungen über sich ergehen lassen", erklärte seine Mutter. "Und er schlägt sich großartig. Er will jeden glücklich machen. In meinen Augen ist er ein Held. Er hat sich nie über seine Schmerzen beschwert. Er hat das alles tapfer weggesteckt." Am 24. Oktober organisierte ein Restaurant ein großes Festessen für Evan und seine ganze Familie. Am Abend zog eine Weihnachtsparade an seinem Haus vorbei. Das größte Weihnachtsgeschenk für alle wäre es aber, wenn Evan Weihnachten in diesem Jahr noch einmal feiern könnte.