Der Meteorit in meinem Bett

Meteorit landet auf dem Kopfkissen neben schlafender Frau

Dieser faustgroße Meteorit landete im Bett von Ruth Hamilton.
Dieser faustgroße Meteorit landete im Bett von Ruth Hamilton.
© deutsche presse agentur, Ruth Hamilton

20. Oktober 2021 - 11:54 Uhr

Meteorit bricht mit lautem Knall durch die Decke

Damit kann niemand wirklich rechnen: Die Kanadierin Ruth Hamilton ist von einem Meteoriten geweckt worden, der durch das Dach ihres Hauses einschlug und auf ihrem Kopfkissen landete. Nur knapp verfehlte der Weltraumbrocken dabei ihren Kopf.

Hamilton bleibt unverletzt

Meteorit, Dach, Kanada
Genau über dem Bett kam der Meteorit durch die Decke.
© deutsche presse agentur, Ruth Hamilton

Ein lauter Knall und von der Decke rieselnder Staub weckten Ruth Hamilton aus ihrem Schlaf. Die Kanadierin aus Golden im Bundesstaat British Columbia sprang aus dem Bett, schaltete das Licht an und entdeckte ein Loch in der Zimmerdecke. Auf ihrem Kopfkissen lag Staub und etwas versteckt zwischen den Kissen ein schwarzer Stein. Das Objekt war etwa faustgroß und rund 1,3 Kilogramm schwer. Offensichtlich war dieser durch die Decke geflogen. Unsicher, was zu tun sei, rief sie die Polizei.

Die Vermutung lag nahe, dass es sich bei dem Stein um ein Trümmerteil von Bauarbeiten handelte, die in der Nähe von Hamiltons Haus stattfanden. Als die Polizei jedoch dort anrief, stellte sich heraus, dass die Bauarbeiter ein grelles helles Licht mit einem lauten Knall vom Himmel herabstürzen gesehen hatten. Bei dem steinernen Besucher könnte es sich also um einen Meteoriten handeln. Hamilton hatte Glück und blieb unverletzt bei dem Vorfall.

Meteorit entstammt Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter

Meteorit, Dach, Kanada,
Der Blick auf das Loch im Dach von Ruth Hamiltons Haus verdeutlicht, wie groß die Kraft gewesen sein muss, mit der der Meteorit durch das Dach schlug.
© deutsche presse agentur, Ruth Hamilton

Ruth Hamilton stellte den Stein dem Department of Physics and Astronomy der Western University in London, Ontario für weitere Untersuchungen zur Verfügung. Anschließend will sie den Weltraumbrocken allerdings behalten. Nachvollziehbar, wenn man bedenkt, wie knapp der Meteorit die Kanadierin verfehlt hat.

Peter G. Brown, Professor für Physik und Astronomie an der University of Western Ontario untersucht den Stein aktuell und hat auch bereits eine Vermutung, wo der Stein herkommt. Seiner Überlegung nach, ist er dem Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter in rund 180 Millionen Kilometern Entfernung entsprungen. Das Alter des Meteoriten schätzt der Wissenschaftler auf 4,5 Milliarden Jahre und damit älter als die Erde selbst. Wie Brown in einem Interview mit der Vancouver Sun berichtet: "Dieser Meteorit ist eine Art urtümliches Stück des Originalmaterials, das sich im frühen Sonnensystem gebildet hat."

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(kfb)