Kanada: Keine Visa für Menschen aus Ebola-Ländern – Schutz für kanadische Bürger

10. November 2014 - 15:15 Uhr

Bislang kein Fall der Seuche in Kanada

Kanada schließt im Kampf gegen Ebola die Grenzen für Reisende aus Westafrika. Das Land stellt vorübergehend keine Visa für Reisende aus den von der Ebola-Epidemie betroffenen westafrikanischen Ländern aus. Diese Maßnahme sei nötig, um die kanadischen Bürger zu schützen, teilte die Regierung mit.

Kanada: Keine Einreise aus Ebolagebiet
Helfer aus den Ebolagebieten dürfen künftig nicht mehr in Kanada und Australien einreisen.
© dpa, Ahmed Jallanzo

In dem nordamerikanischen Land ist bislang kein Ebola-Fall bekannt. Zu Wochenbeginn hatte bereits Australien seine Grenzen für Menschen aus den Ebola-Gebieten in Sierra Leone, Liberia und Guinea geschlossen.

Weniger Neuinfektionen in Liberia

Indes sehen die UN in Westafrika dagegen vermehrt Fortschritte im Kampf gegen die Seuche. Aktuelle Zahlen deuteten beispielsweise auf weniger Neuinfektionen in Liberia hin, sagte UN-Ebolakoordinator David Navarro. Man sei zudem auf einem guten Weg, wie geplant bis Anfang Dezember 70 Prozent aller Erkrankten zu behandeln. Von der geforderten einen Milliarde Dollar an Hilfsgeldern seien 50 Prozent bereits zugesagt, hieß es weiter.

"Aber es ist noch ein weiter Weg bis wir sagen können, dass wir den Ausbruch der Krankheit unter Kontrolle oder gar überstanden haben." Laut neuen Daten der Weltgesundheitsorganisation ist die Zahl der Ebola-Fälle in Westafrika auf mehr als 13.500 gestiegen - fast 5.000 Menschen seien durch das Virus gestorben.