Silberpfeile wie von einem anderen Stern

Kanada-GP: Mercedes deklassiert im 1. Freien Training die Konkurrenz

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7. Juni 2019 - 18:20 Uhr

Silber fast eine Sekunde schneller als der Rest

Mercedes kann sich beim Formel-1-Rennen in Montreal wohl nur selbst schlagen. Im 1. Freien Training zum Großen Preis von Kanada zumindest waren die Silberpfeile für die Konkurrenz außer Reichweite: Fast eine Sekunde betrug der Rückstand des Drittplatzierten auf die Bestzeit.

Lewis Hamilton markiert die erste Bestzeit

​Das teaminterne Duell der Sterne-Krieger entschied Lewis Hamilton für sich. Rund anderthalb Zehntelsekunden nahm der WM-Spitzenreiter seinem Stallgefährten Valtteri Bottas auf der 4,361 Kilometer langen Runde ab und markierte in 1:12,767 Minuten die erste Richtmarke des Wochenendes. Einziger Schatten auf der Glanzvorstellung der Silbernen: Wegen Problemen mit dem Benzindruck im neuen Mercedes-Aggregat musste Bottas die Übungseinheit vier Minuten vor Schluss unfreiwillig beenden.

Ferrari-Tests mit nahezu gleichem Ergebnis

Ferrari testete mit seinen Piloten zwei grundlegend verschiedene Setups. Während Charles Leclerc auf wenig Abtrieb setzte, suchte Sebastian Vettel mit höherem Flügel nach mehr Balance und Abtrieb in den Kurven. Im Zeitentableau machte das am Ende aber kaum einen Unterschied.

Leclerc war mit 0,953 Sekunden Rückstand auf Hamilton rund zwei Zehntel schneller als Vettel (+1,138) , für die Roten bedeutete das die Plätze drei und fünf. Zwischen die beiden schob sich Max Verstappen im Red Bull, der seinen Abstand auf die Bestzeit auf knapp eine Sekunde (0,988 Sekunden) begrenzte.

Kimi Räikkönen im Alfa auf Augenhöhe mit Sebastian Vettel

Ein starke Leistung lieferte Vettels ehemaliger Teamkollege Kimi Räikkönen ab: In 1:13,945 Minuten steuerte der Finne seinen Alfa Romeo auf Platz 6 - nur 0,040 Sekunden hinter Vettel. Die Freude des Teams trübte dagegen der Auftritt des zweiten Fahrers: Antonio Giovinazzi drehte sich eingangs der Start- und Zielgerade, krachte rückwärts in die "Wall of Champions" und bescherte den Mechanikern eine Extraschicht.

Trotz des Crashs war Giovinazzi 14. - und nur knapp ein Zehntel langsamer als Nico Hülkenberg auf Rang 12. Dem Renault-Piloten könnte erneut ein schweres Wochenende bevorstehen. Ein wenig Hoffnung gibt es aber: Stallgefährte Daniel Ricciardo war nur zwei Zehntel langsamer als Vettel und beendete die erste Trainingseinheit auf Platz 8 - direkt hinter Carlos Sainz im McLaren-Honda.

Für etwas Aufregung sorgte dieser kleine Freund im Video.

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Die Ergebnisse vom Kanada-GP in Montreal

Der Stand im WM-Klassement​