Scuderia akzeptiert Entscheidung der Rennkommissare nicht

Kanada-GP: Ferrari kündigt Protest gegen Vettel-Zeitstrafe an

10. Juni 2019 - 10:22 Uhr

Zeitstrafe kostete Sebastian Vettel den Sieg

Über den Sieg beim Großen Preis von Kanada wird jetzt möglicherweise am Grünen Tisch entschieden. Ferrari will die Zeitstrafe, die Sebastian Vettel den ersten Erfolg in dieser Saison gekostet hat, nicht ohne weiteres akzeptieren. Die Scuderia kündigte dem Motorsport-Weltverband FIA offiziell an, einen Protest zu planen.

Ferrari verschafft sich Zeit für weitere Schritte

Das bestätigte die Pressesprecherin des Teams, Silvia Hoffer, auf Nachfrage von RTL. Durch den Schritt hat Ferrari die Möglichkeit, innerhalb von 96 Stunden entlastendes Beweismaterial zu sammeln und dann formell Einspruch einzulegen.

Vettel hatte das siebte Saisonrennen als Erster beendet, rutschte aber wegen der Zeitstrafe hinter Lewis Hamilton auf Platz 2 zurück. Die Rennkommissare bestraften Vettel, weil er nach einem Ausflug ins Gras in Runde 48 bei der Rückkehr auf die Strecke Mercedes-Pilot Lewis Hamilton gefährdet haben soll.

Das Video zur Szene, für die Vettel bestraft wurde, sehen Sie oben.

Vettel fühlt sich um Sieg betrogen

Vettel äußerte Unverständnis und harsche Kritik an der Entscheidung. Der 31-Jährige fühlte sich um den Sieg betrogen. Unmittelbar nach dem Rennen war er zunächst ins Ferrari-Motorhome geeilt und hatte nicht an den offiziellen Interviews teilgenommen. Mit Verspätung kehrte er dann doch zurück. Machte seinem Frust aber auf verschiedene Weise Luft. Unter anderem platzierte er den Aufsteller für den Zweitplatzierten im Parc Ferme vor Hamiltons Auto.

Vettels Auftritt im Parc Ferme sehen Sie im Video über diesem Absatz.

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Die Ergebnisse vom Kanada-GP in Montreal

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