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Kampf gegen Pädokriminelle: Fast 2.500 Kinderporno-Webseiten gelöscht

Kampf gegen Pädokriminelle: Fast 2.500 Kinderporno-Webseiten gelöscht

Kinderpornografie
Die Bundesregierung meldet einen Erfolg bei der Bekämpfung von Kinderpornografie im Internet (Symbolbild).

Ein Drittel der ausländischen Kinderporno-Seiten stammten aus den USA

Die Bundesregierung verkündet einen Erfolg bei der Bekämpfung von Webseiten, die Kinderpornografie verbreiten. Nach Hinweisen an das Bundeskriminalamt (BKA) sind der 'Rhein Neckar Zeitung' zufolge im Jahr 2016 fast 2.500 Webseiten mit kinderpornografischen Inhalten im In- und Ausland gelöscht worden. Das gehe aus einem Bericht der Bundesregierung hervor.

Hohe und schnelle Löschquote bei gemeldeten Fällen

Rund 1.000 Webseiten hatten Provider in Deutschland betroffen. 70 Prozent dieser Inhalte seien spätestens zwei Tage nach Eingang der Hinweise beim BKA gelöscht worden. Nach einer Woche betrug die Löschquote 96 Prozent, wie es heißt.

Bei den Seiten, die im Ausland betrieben wurden, dauerte das Löschen etwas länger: Nach einer Woche waren demnach 62 Prozent der Inhalte gelöscht, nach vier Wochen 92 Prozent. Insgesamt stammten ein Drittel der ausländischen Kinderporno-Seiten aus den USA.

Die hohen Löschquoten und die kurzen Bearbeitungszeiten, gerade bei den in Deutschland gehosteten Seiten, seien "ein Beleg dafür, dass das Konzept Löschen statt Sperren insgesamt wirkungsvoll" ist, zitierte die Zeitung die beiden beteiligten Ministerien für Justiz und Inneres.

Zudem seien die Quoten höher als im Vorjahr gewesen. 2015 waren nach vier Wochen noch 19 Prozent der Inhalte zugänglich. Die Gesamtzahl der Hinweise ging den Angaben zufolge von 3.064 im Jahr 2015 auf 2.721 im vergangenen Jahr zurück.