Kampf gegen Ebola: DRK-Präsident Rudolf Seiters sieht Erfolge

Rudolf Seiters lobt Fortschritte im Kampf gegen Ebola.
Rudolf Seiters lobt Fortschritte im Kampf gegen Ebola.
© dpa, Ralf Hirschberger

22. November 2014 - 20:57 Uhr

"Erfreuliche Entwicklung"

Der Präsident des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), Rudolf Seiters, sieht Erfolge im Kampf gegen Ebola in Westafrika. "Wir sehen, dass die Sterblichkeitsrate bei Ebola-Infektionen in Westafrika deutlich gesunken ist auf aktuell rund 36 Prozent", sagte Seiters der 'Rheinischen Post'.

"Wir gehen davon aus, dass diese erfreuliche Entwicklung auch auf die verbesserte gesundheitliche Versorgung von Ebola-Patienten zurückzuführen ist", sagte er. Das bestätige, dass man auf dem richtigen Weg sei. Es gebe aber noch lange keine Entwarnung im Kampf gegen Ebola.

Die Deutschen erweitern gerade eine Behandlungsstation in Sierra Leone und bauen ein Krankenhaus in Liberia mit auf. 986 freiwillige Helfer, die bereit sind im Krisengebiet zu arbeiten, haben sich nach Angaben von Seiters bislang beim DRK gemeldet. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist die Gefahr einer tödlichen Ansteckung für die Hilfskräfte in den Ebola-Krisengebieten weiterhin groß. Inzwischen seien 588 Helfer erkrankt, von denen 337 gestorben seien, teilte die WHO mit.

Insgesamt verzeichnet die WHO nun 15.351 Ebola-Fälle. 5.459 Menschen erlagen der Epidemie. In Liberia ist die Zahl der Betroffenen weiterhin besonders hoch. Danach folgen Guinea und Sierra Leone. In allen drei westafrikanischen Ländern ist das Risiko einer Übertragung nach wie vor erheblich. Die Experten gehen von einer beträchtlichen Dunkelziffer bei den Fällen aus.