Hoffnungsschimmer für Australien

Buschfeuer in Australien: Feuerwehr hat eines der "Megafeuer" unter Kontrolle gebracht

Nach zweieinhalb Monaten hat die australische Feuerwehr einen der Riesenbrände im Südosten des Landes unter Kontrolle gebracht.
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14. Januar 2020 - 9:55 Uhr

Blitzeinschlag hatte Brand nördlich von Sydney ausgelöst

Nach zweieinhalb Monaten hat die australische Feuerwehr nach eigenen Angaben einen der Riesenbrände im Südosten des Landes unter Kontrolle gebracht. Das durch Blitzeinschlag ausgelöste "Megafeuer" nordwestlich von Sydney hatte seit Ende Oktober auf einer Fläche von mehr als einer halben Million Hektar gewütet.

Feuerwehr verkündet Erfolg auf Facebook

Bis die Flammen eingedämmt worden seien, habe es wegen ungünstiger Wetterbedingungen länger gedauert als erwartet, schrieb die örtliche Feuerwehr von Hawkesbury auf Facebook. Dank des Einsatzes der schwer arbeitenden Mannschaft sei es am Sonntag gelungen. Eine Entwarnung ist das aber nicht: Die Buschfeuer-Zeit werde noch einige Monate dauern, schreibt die Feuerwehr.

Buschfeuer in Australien wüten seit Oktober

Nasa-Karte von Australien
Die Nasa-Karte zeigt die Wettersituation im Südosten Australiens am Sonntag. Rote Punkte markieren von Bränden betroffene Gebiete.
© Nasa Earthdata

In Australien wüten seit Oktober riesige Brände. Mehr als zehn Millionen Hektar wurden davon erfasst, das entspricht ungefähr der Größe von Bayern und Baden-Württemberg zusammen.

Regen für Mitte der Woche erwartet

Nach Einschätzung der RTL-Wetterredaktion sind die Bedingungen zurzeit günstig, um die Buschbrände in Australien weiter einzudämmen: Mindestens bis Mittwoch soll der Wind nur schwach wehen. Das erleichtert den Brandbekämpfern die Arbeit, und die Feuer können sich nicht so schnell ausbreiten. Eine weitere gute Nachricht: Für Mitte der Woche werden im Osten Australiens Regenschauer und Gewitter erwartet. Der Feuerwehrchef von New South Wales, Shane Fitzsimmons, sagte: "Es werden wahrscheinlich die besten sieben Tagen werden, die wir bisher gehabt haben".

Karotten für Wildtiere

Ein Wallaby frisst eine der abgeworfenen Karotten.
Ein Wallaby frisst eine der abgeworfenen Karotten.
© via REUTERS, NSW DPIE, PKP

Derzeit helfen Rettungskräfte Tieren aus der Luft. Sie werfen tonnenweise Karotten und Süßkartoffeln aus Helikoptern ab, damit Wildtiere wie Koalas, Wallabys und Kängurus, die sich in abgebrannten Gebieten befinden, etwas zu essen haben. Umweltminister Matt Kean sagte laut "Daily Mail", dass die Tiere es geschafft hätten, dem Feuer zu entkommen, jetzt dürfe man sie nicht ohne Futter allein lassen.

RTL-Spendenaktion für von Buschbränden Betroffene

Um die von den Buschbränden betroffenen Menschen zu unterstützen, startet RTL eine Spendenaktion und kooperiert dabei auf Empfehlung der australischen Botschaft mit dem Deutschen Roten Kreuz. Sie möchten auch helfen? Wir sagen Ihnen, wie.