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Kamerun: Über 80 Tote bei Kämpfen zwischen Armee und Boko Haram

Kamerun: Über 80 Tote bei Kämpfen zwischen Armee und Boko Haram

Extremisten brannten Moscheen nieder

Bei einem Angriff der nigerianischen Terrorgruppe Boko Haram auf ein Dorf im Norden Kameruns sind nach offizieller Darstellung mindestens 82 Zivilisten getötet worden. Die Islamisten hatten den Ort Fotokol attackiert und die Bevölkerung wahllos ermordet. "Die Zahl der Opfer wird sicher noch steigen, da viele Verletzte derzeit noch in Lebensgefahr schweben", sagte Verteidigungsminister Edgar Alain Mebe Ngo'o.

Die Extremisten brannten den Angaben zufolge auch drei Moscheen nieder. Dabei kamen zahlreiche Muslime ums Leben. Wieviele Boko-Haram-Kämpfer bei anschließenden schweren Gefechten mit der Armee getötet wurden, war unklar. Lokale Medien zitierten Augenzeugen mit den Worten, mindestens 300 der Extremisten seien getötet worden. Regierungssprecher Issa Tchiroma Bakary hatte zuvor von 50 Opfern berichtet. "Etwa 800 Boko-Haram-Kämpfer haben am Mittwoch erneut die Stellung unserer Truppen in dem Ort Fotokol angegriffen", sagte er. "Aber wir konnten sie zurückdrängen." Nach Angaben des Sprechers der kamerunischen Streitkräfte, Didier Badjeck, waren die Menschen "in den Moscheen, auf den Straßen und in ihren Häusern abgeschlachtet worden".