Kalifornien: Lehrer schießt im Unterricht versehentlich an die Decke – Schüler leicht verletzt

15. März 2018 - 11:46 Uhr

Ausgerechnet bei einer Schulstunde über öffentliche Sicherheit

Das hätte schlimm enden können: Ein bewaffneter Lehrer hat in Kalifornien während des Unterrichts versehentlich einen Schuss abgefeuert und drei Schüler leicht verletzt. Ein Vorfall, der nach dem Schulmassaker in Florida mit 17 Toten die Diskussion um die Sicherheit an Schulen neu anheizt.

Lehrer ist Reservepolizist

Ausgerechnet während einer Schulstunde über öffentliche Sicherheit schoss der Lehrer Dennis Alexander in die Decke. Herabfallender Schutt und Kugelsplitter verletzen drei Schüler leicht.

Der Pädagoge ist Reservepolizist, kennt sich eigentlich mit Waffen aus. Genau solche Männer hatte US-Präsident Trump vor Augen, als er nach dem Schulmassaker von Florida vorschlug, Lehrer zu bewaffnen.

Zehntausende Schüler protestieren wieder für schärfere Waffengesetze

14.03.2018, USA, Washington:Schüler sitzen während einer Demonstration gegen Waffengewalt schweigend vor dem Weißen Haus. In zahlreichen Schulen im ganzen Land stand ab 10.00 Uhr Ostküstenzeit (15.00 Uhr MEZ) der Unterricht für 17 Minuten lang still.
Washington:Schüler sitzen während einer Demonstration gegen Waffengewalt schweigend vor dem Weißen Haus.
© dpa, Carolyn Kaster, CK hel tba

Für den Vater des verletzten Jungen ein Unding: "Das war ein Vorfall mit einem ausgebildeten Schützen, was würde passieren, wenn auch andere Lehrer bewaffnet wären? Dann könnte viel Schlimmeres passieren", sagte Fermin Gonzales. Sehen Sie in unserem Video, wie sein Sohn die Schrecksekunde im Unterricht erlebt hat. 

Derweil sind auch am Mittwoch im ganzen Land wieder zehntausende Schüler auf die Straße gegangen, sie fordern schärfere Waffengesetze und wollen keine Waffen im Klassenzimmer.