Kaiserslauterns Markus Merk: "Insolvenz ein Fremdwort"

Der neue Beiratsvorsitzende des 1. FC Kaiserslautern, Markus Merk. Foto: Thomas Frey/dpa/Archivbild
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20. Februar 2020 - 11:20 Uhr

Der neue Beiratsvorsitzende Markus Merk will eine Insolvenz des Fußball-Drittligisten 1. FC Kaiserslautern mit aller Macht verhindern. "Insolvenz bleibt für uns ein Fremdwort. Schließlich wären zum Beispiel auch die Fan-Anleihen aus dem vergangenen Jahr damit weg. Für Investoren wäre eine Insolvenz sicher eine attraktivere Grundlage. Keiner ist scharf darauf, Altlasten mitzutragen. Für uns ist das jedoch keine Option und wir werden das verhindern", sagte der frühere WM- und Bundesliga-Schiedsrichter in einem Interview der "Allgemeine Zeitung" in Mainz (Donnerstag).

Die Pfälzer kämpfen derzeit um die Lizenz für die neue Saison und hoffen auf einen Investor. "Wenn man bedenkt, wie weit wir am 8. Januar bereits waren, haben die zähen Pacht-Verhandlungen danach viel Energie gekostet", sagte der 57 Jahre alte Merk. "Auch die Launen in den Investorengesprächen sind mitunter anders geworden. Es kostet uns wiederum viel Kraft, diese Energie wiederherzustellen."

Die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) der Stadt hatte am Mittwoch zwar einer Minderung der Pacht für die Nutzung des Fritz-Walter-Stadions zugestimmt - aber nur bis Ende des Jahres. Die Stadt und der FCK hatten sich am vergangenen Wochenende auf eine Stadionmiete von 625.000 Euro geeinigt. Bei einem Aufstieg in die 2. Liga wären 2,4 statt der vereinbarten 3,2 Millionen Euro zu zahlen. Allerdings steht Lautern derzeit auf dem 14. Tabellenplatz.

In der aktuellen und der vergangenen Saison wurde eine Pacht von 425.000 Euro erhoben. Für den FCK ist die Höhe der Stadionmiete ein zentraler Faktor, um auch in der nächsten Spielzeit eine Lizenz vom Deutschen Fußball-Bund zu erhalten.

"Wir fahren die Strategie, hier mittel- und langfristig etwas aufzubauen. Kurzfristig fehlt zwar die Summe X, die wir natürlich beschaffen müssen, aber die Investoren sollen auch wissen, dass wir nicht nur Jahr für Jahr Lücken stopfen wollen, sondern einen Plan verfolgen", betonte Merk.

Quelle: DPA