Kairo: Die Ereignisse im Live-Ticker

Die beiden verfeindeten Lager stehen sich erneut gegenüber. Noch bildet die Armee einen Puffer. Doch wie lange wird es noch schlichten können? Die Frage ist auch, ob sich das Militär nicht doch auf eine Seite schlagen wird.
Die beiden verfeindeten Lager stehen sich erneut gegenüber. Noch bildet die Armee einen Puffer. Doch wie lange wird es noch schlichten können? Die Frage ist auch, ob sich das Militär nicht doch auf eine Seite schlagen wird.
© dpa, Hannibal Hanschke

11. Februar 2011 - 6:54 Uhr

Antonia Rados in Kairo: "Die Menschen sind in totaler Alarmbereitschaft"

18:21 Uhr - Ein Reporter des schwedischen Fernsehsenders SVT ist in Kairo verschwunden und möglicherweise entführt. Wie SVT in Stockholm berichtet, meldete sich am Handy des Korrespondenten Bert Sundström ein arabisch sprechender Mann und sagte: "Euer Mann ist bei der Armee. Wenn ihr Hurensöhne ihn zurückhaben wollt, müsst ihr kommen und ihn euch holen." Danach habe es seit dem frühen Nachmittag keinen Kontakt mit Sundström mehr gegeben, heißt es weiter. Schwedens Außenministerium und die Botschaft des Landes in Kairo seien eingeschaltet.

18:10 Uhr - Die ägyptische Armee ist nach Tagen des Abwartens und angesichts des zunehmenden Drucks aus dem In- und Ausland erstmals in den Kampf zwischen Gegnern und Anhängern von Präsident Mubarak eingeschritten. Soldaten bilden nach schweren nächtlichen Straßenschlachten eine Pufferzone zwischen beiden Lagern am Tahrir-Platz im Zentrum Kairos. Allerdings gelingt es ihnen zunächst nicht, die Gewalt zu stoppen. Eine Parteinahme des Militärs zeichnet sich nicht ab. Die von Mubarak neu gebildete Regierung entschuldigt sich für den Gewaltausbruch mit Toten und Verletzten, übernimmt aber nicht die Verantwortung dafür.

17.52 Uhr - Nach Angaben von Ärzten in Behelfskliniken sind bei Ausschreitungen in Kairo zehn Menschen ums Leben gekommen.

Die islamistischen Muslimbrüder sind nach Angaben des ägyptischen Vizepräsidenten zu einem Treffen mit Regierungsvertretern eingeladen worden. Die Gruppe gilt als eine der wichtigsten Oppositionskräfte in dem Land.

17:15 Uhr - Bei den erneuten Protesten in Ägypten sind in den vergangenen Tagen nach Angaben des Gesundheitsministeriums weitere 13 Menschen getötet worden. Bei den Auseinandersetzungen habe es zudem rund 1.200 Verletzte gegeben.

16:53 Uhr - US-Präsident Barack Obama betet nach eigenen Angaben für Frieden in Ägypten. Er wünsche sich, dass die Hoffnungen der Menschen Wirklichkeit werden "und dass für Ägypten und die Welt bessere Tage anbrechen", sagte Obama in Washington beim Nationalen Gebetsfrühstück, bei dem der Präsident traditionell Anfang Februar mit führenden Persönlichkeiten aus Politik und Gesellschaft Glaubensfragen diskutiert. Die USA hatten die ausufernde Gewalt infolge der Proteste gegen Präsident Husni Mubarak scharf verurteilt und die Regierung in Kairo aufgerufen, die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen.

Angriffe auch auf ausländische Journalisten

16:28 Uhr - Mehrere in Ägypten wegen Terrorismus verurteilte Mitglieder der libanesischen Hisbollah haben das Chaos im Land zur Flucht aus dem Gefängnis genutzt. Unter den Geflohenen sei auch der Chef der ägyptischen Hisbollah-Zelle, Sami Chehab. Er war zusammen mit 25 weiteren Beschuldigten unter dem Vorwurf festgenommen worden, Anschläge gegen Touristenziele in Ägypten und auf Schiffe im Suez-Kanal geplant sowie Waffen in den Gazsatreifen geschmuggelt zu haben. Die Geflohenen befänden sich in Sicherheit, teilte die Hisbollah mit. Nach Angaben des ägyptischen Innenministeriums sind seit Ausbruch der Unruhen infolge der Proteste gegen die Regierung von Mubarak schätzungsweise 17.000 Häftlinge aus den Gefängnissen des Landes entkommen.

16:20 Uhr - Journalisten werden in Kairo angegriffen, verprügelt, drangsaliert und bedroht. Ihnen wird die Ausrüstung abgenommen, manche werden stundenlang festgehalten. Einige werden verletzt und müssen in Krankenhäusern behandelt werden. Auch deutsche Journalisten sind gefährdet. Die Berichterstattung über die Unruhen in der ägyptischen Hauptstadt wird immer schwieriger und riskanter.

16:04 Uhr - Am späten Nachmittag hallen vereinzelt Schüsse über den Tahrir-Platz im Zentrum Kairos, wo sich weiter Gegner des Regimes von Präsident Husni Mubarak sammeln. Augenzeugen berichten, die Armee versuche, Anhänger Mubaraks von dem Platz fernzuhalten. Regimegegner haben Barrikaden errichtet, um sich notdürftig vor möglichen weiteren Angriffen wie in der Nacht zum Freitag zu schützen.

15:50 Uhr - Nach tagelangem Zögern haben die wichtigsten EU-Länder angesichts der jüngsten Eskalation in Kairo den Druck auf die ägyptische Führung erhöht. Sie verlangen den «zügigen und geordneten Übergang» zu einer Regierung, die sich auf eine breite Mehrheit in der Bevölkerung stützt. «Der Prozess dazu muss jetzt beginnen», heißt es in einer gemeinsamen Erklärung von Bundeskanzlerin Angela Merkel, Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy, Großbritanniens Premier David Cameron, Italiens Ministerpräsident Silvio Berlusconi und Spaniens Regierungschef José Luis Zapatero. Die Lage in Ägypten überschattet den EU-Gipfel am Freitag in Brüssel. Die EU-Staats- und Regierungschefs wollen bei ihrem Treffen in Brüssel über konkrete Unterstützung für demokratische Reformen in Ägypten und Tunesien sprechen. Zur Zukunft von Präsident Husni Mubarak, der für September seinen Rückzug angekündigt hatte, wird in der Erklärung aber keine Stellung genommen.

15:28 Uhr - Ägyptens Vize-Präsident erklärt laut einem Bericht des staatlichen Fernsehens, dass Mubaraks Sohn nicht für das Präsidentenamt kandidieren wird.

15:24 Uhr - Ein ägyptischer Generalstaatsanwalt hat ranghohen Vertretern des Regimes von Präsident Husni Mubarak eine Ausreise untersagt. Die Anordnung betreffe Wirtschaftsleute und frühere Minister, berichteten ägyptische Staatsmedien.

14:46 Uhr - Die neue ägyptische Regierung will Behinderungen des Verkehrs auf dem für den Welthandel wichtigen Suezkanal verhindern. Der Kanal funktioniere weiter, versicherte der neue ägyptische Regierungschef Ahmed Schafik in einer vom ägyptischen Fernsehen übertragenen Pressekonferenz. "Wenn es irgendwelche Störungen gibt, werden wir diese Angelegenheit sofort mit den Betreibern klären", sagte Schafik.

14:39 Uhr - Der neue ägyptische Regierungschef Ahmed Schafik hat eine Bestrafung der Verantwortlichen für die nächtlichen Angriffe auf Regimegegner angekündigt. In einer am Donnerstag vom ägyptischen Fernsehen übertragenen Rede kündigte er eine genaue Untersuchung der Angriffe auf dem Tahrir-Platz in Kairo an. Seine Regierung werde nun den Dialog mit den Demonstranten suchen. "Ich verspreche, die Ergebnisse werden offengelegt", sagte er zu den angekündigten Untersuchungen weiter. Die Angreifer hätten auf dem Platz gezielt Gewalt angewendet. Ihr Ziel sei es gewesen, Öl ins Feuer zu gießen. "Es ist nicht akzeptabel, dass Bruder gegen Bruder kämpft", sagte Schafik und rief zur Ruhe auf.

14:20 Uhr - Das US-Außenministerium spricht von einer gezielten Kampagne zur Einschüchterung von internationalen Journalisten in Kairo. "Wir verurteilen solche Aktionen", erklärt Ministeriumssprecher P.J. Crowley über Twitter.

Neuer Regierungschef Schafik entschuldigt sich für die Gewalt

Kairo: Die Ereignisse im Live-Ticker
© dpa bildfunk

14:01 Uhr - Ein dpa-Fotograf beobachtete, dass sich Soldaten mit Kalaschnikow-Gewehren verstärkt zwischen beide Seiten stellten. Auf dem Platz befanden sich unverändert mehrere tausend regierungsfeindliche Demonstranten. Ihnen standen im Bereich der 6.-Oktober-Brücke mehrere hundert Mubarak-Anhänger gegenüber. Die Demonstranten errichteten weitere Barrikaden. Die Panzer der Streitkräfte haben ihre Rohre inzwischen nicht mehr in die Richtung der Platzmitte gerichtet, sondern in die Gegenrichtung.

13:52 Uhr - Der Fernsehsender Al-Arabija berichtet, auf dem Tahrir Platz im Zentrum Kairos seien zahlreiche Schüsse zu hören.

13:27 Uhr - Der liberale ägyptische Politiker Aiman Nur hat sich gegen Gespräche mit dem Regime unter Präsident Husni Mubarak ausgesprochen. Er selbst sei nicht bereit, an solchen Gesprächen teilzunehmen, solange Mubarak an der Macht sei, sagte Nur. "Für Mubarak ist die einzige Lösung ein Abschied von der Macht." Friedensnobelpreisträger Mohammed El Baradei und die Muslimbruderschaft hatten zuvor erklärt, sie seien grundsätzlich bereit, mit dem Vizepräsidenten Omar Suleiman zu sprechen, jedoch müsse Mubarak vorher zurücktreten.

13:26 Uhr - UN-Generalsekretär Ban Ki Moon äußert sich besorgt über die zunehmende Gewalt. Er habe alle Seiten aufgefordert, sich zurückzuhalten, sagte er auf einer Pressekonferenz in London. "Gewaltsame Angriffe auf friedliche Demonstranten sind völlig inakzeptabel."

13:24 Uhr - Journalisten und Menschenrechtsaktivisten berichten über neue Angriffe von Anhängern des Präsidenten Husni Mubarak in der Stadt. Der Sender Al-Arabija berichtete, eine eigene TV-Crew sei verprügelt worden. Mitarbeiter des Menschenrechtszentrums 'Hischam Mubarak' seien in ihrem Büro von Anhängern des Regimes eingekesselt worden, sagte ein Mitarbeiter von Human Rights Watch.

13:21 Uhr - Gegner und Anhänger des ägyptischen Präsidenten Husni Mubarak haben sich am Donnerstag erneut Straßenschlachten in Kairo geliefert. Die Streitkräfte versuchten, die beiden Parteien voneinander zu trennen. Dabei wurde auch ein Panzer eingesetzt.

13:21 Uhr - Reporter ohne Grenzen beklagte zahlreiche Angriffe auf ausländische und ägyptische Journalisten. Mehrere Reporter seien zusammengeschlagen worden, erklärte die Organisation. Manchen sei die Ausrüstung gestohlen worden. In der Nähe des Tahrir-Platzes in Kairo wurde auch ein Mitglied eines Reuters-Kamerateams zusammengeschlagen.

12:20 Uhr - Augenzeugen berichten, Zivilisten hätten auf dem Tahrir-Platz Ausweise kontrolliert und mehrere Ausländer abgeführt. Aufgrund der jüngsten Attacken auf Journalisten räumten weitere Medien ihre Büros in der Innenstadt von Kairo.

12:20 Uhr - In der Nähe des Tahrir-Platzes wird ein Mitglied eines Reuters-Kamera-Teams zusammengeschlagen. Das Team filmte Geschäfte und Banken, die wegen der Krawalle schließen mussten

12:19 Uhr - Die ägyptische Armee drängt einem Reuters-Augenzeugen zufolge Mubarak-Anhänger von Demonstranten in Kairo ab. Sie setzt demnach dabei auch einen Panzer ein.

12:03 Uhr - Die Gewalt zwischen Anhängern und Gegnern Mubaraks in Kairo flammt einem Augenzeugen zufolge wieder auf. Beide Seiten bewerfen sich demnach mit Steinen.

11:59 Uhr - Der Nachrichtensender Al-Arabija meldete, mehrere Anhänger der libanesischen Hisbollah-Bewegung, die wegen Spionage verurteilt worden seien, hätten im Chaos der ersten Protest-Tage aus dem Gefängnis Wadi al-Natrun fliehen können.

11:52 Uhr - Eine Gruppe von Randalierern hat in der Nacht zu Donnerstag zwei SOS-Kinderdörfer in Ägypten überfallen. Mehrere junge Männer sollen in die Dörfer in Kairo und Alexandria eingedrungen sein und versucht haben Essen oder Medikamente zu stehlen. Nach kurzem Gerangel wurden die Männer vertrieben, sagte ein Sprecher der Organisation in München. Dabei verletzte sich der Direktor des Kinderdorfs in Alexandria leicht, Kinder und Mütter blieben unverletzt. Nach Aussagen der Hilfsorganisation ist die Lage um die Kinderdörfer herum in Ägypten angespannt. Banken, Geschäftshäuser und Villen würden geplündert und angezündet.

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Dialog mit Opposition angekündigt

11:35 Uhr - Der neue ägyptische Regierungschef Ahmed Schafik hat sich am Donnerstag für die Gewalt gegen protestierende Regime-Gegner in Kairo entschuldigt. "Für Angriffe auf friedliche Demonstranten gibt es keine Ausreden, und deswegen entschuldige ich mich dafür", sagte Schafik dem TV-Sender Al Hayat. Unterdessen bestritt die Regierung weiter, in die Angriffe von Anhängern des Präsidenten Husni Mubarak auf Regimegegner im Zentrum von Kairo verwickelt zu sein. Dabei hatte es in der Nacht Tote und hunderte Verletzte gegeben.

11:23 Uhr - Das ägyptische Staatsfernsehen hat gemeldet, Vizepräsident Omar Suleiman habe einen Dialog mit der Opposition begonnen. Nach Angaben von Regierungsgegnern handelt es sich bei diesen Oppositionellen um Vertreter von sechs kleineren Parteien: Al-Takaful, Al-Dusturi, Jugend Ägyptens, Die Generation, Der-Frieden, und ein Flügel der Al-Ghad-Partei, der sich schon vor längerer Zeit von Parteiführer Eiman Nur losgesagt hatte. Die meisten Oppositionellen, die sich mit den Demonstranten auf dem Tahrir-Platz solidarisiert haben, hatten jedoch erklärt, sie wollten erst nach einem Rücktritt von Präsident Husni Mubarak mit Suleiman über demokratische Reformen sprechen.

11:22 Uhr - Die SPD verlangt von der Bundesregierung eine härtere Gangart gegenüber der ägyptischen Führung. "Was Außenminister Guido Westerwelle zu den gesteuerten, gewaltsamen Provokationen in Kairo sagt, ist viel zu wenig. Das sind alles Sprechblasen", sagte der außenpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Rolf Mützenich.

11:12 Uhr - Die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton sagt dem TV-Sender Sky News, sie habe die ägyptischen Behörden aufgefordert, das Volk vom Militär beschützen zu lassen.

10:38 Uhr - Auf dem Tahrir-Platz in Kairo sind am Donnerstag wieder Tausende Gegner des Mubarak-Regimes zusammengekommen. Ein dpa-Fotoreporter beobachtete, wie Neuankömmlinge Lebensmittel und Trinkwasser auf den Platz brachten und es an die Anwesenden verteilten. Mubarak-Anhänger hielten sich noch auf der 6.-Oktober-Brücke nördlich des Platzes auf. Dort war es in der Nacht zum Donnerstag zu blutigen Zusammenstößen gekommen, dabei sollen mehrere Menschen getötet worden sein. Die Armee, die in das Geschehen bislang kaum eingriff, postierte mehrere Panzer an der umkämpften Brücke.

10:32 Uhr - Deutschland fordert gemeinsam mit anderen vier EU-Staaten einen raschen Machtübergang in Ägypten. Die jüngsten Entwicklungen in dem arabischen Land würden mit äußerster Besorgnis verfolgt, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung der Staats- und Regierungschefs von Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien und Spanien. "Der Prozess des Übergangs muss jetzt beginnen", lautet es in der Erklärung, die vom Büro des französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy veröffentlicht wurde.

10:28 Uhr - Der ägyptische Oppositionsführer Mohamed ElBaradei lehnt das Verhandlungsangebot der Regierung ohne Vorbedingungen ab. ElBaradei fordert, zuerst müsse Präsident Husni Mubarak sein Amt niederlegen. Weiter sagt ElBaradei Reuters, vor jedweder Verhandlung müsse die Sicherheit auf dem Tahrir-Platz im Zentrum Kairos wiederhergestellt werden. Ein Sprecher der einflussreichen oppositionellen Muslimbruderschaft lehnt Vereinbarungen ab, die sich aus Verhandlungen mit der Regierung ergeben könnten.

10:13 Uhr - Die Proteste gegen das Mubarak-Regime gehen auch auf der Sinai-Halbinsel weiter. Hunderte Regierungsgegner demonstrierten am Donnerstag in der Stadt Al-Arisch im nördlichen Sinai. Sie verlangten den Rücktritt des ägyptischen Präsidenten Husni Mubarak, berichteten Augenzeugen. In der Nacht zuvor war es in mehreren Städten auf dem Sinai zu Zusammenstößen zwischen Gegnern und Anhängern des Mubarak-Regimes gekommen. Über mögliche Opfer wurde zunächst nichts bekannt. Die Proteste und Unruhen am Sinai haben sich bislang aber nicht auf die Urlaubsgebiete am Roten Meer, darunter der Badeort Scharm el Scheich, ausgebreitet.

10:10 Uhr - Die ägyptische Armee versucht die seit Mittwochnachmittag andauernden Straßenschlachten zwischen Gegnern und Anhängern von Präsidenten Husni Mubarak zu beenden. Soldaten schieben sich zwischen beide Gruppen und schaffen eine 80 Meter breite Pufferzone, berichtet ein Reuters-Journalist. Damit gibt die Armee erstmals seit dem Ausbruch der Gewalttätigkeiten ihre passive Haltung auf.