Kahlschlag: Siemens streicht 7.000 Jobs und schließt Werke

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16. November 2017 - 18:01 Uhr

Aus für Werke in Görlitz und Leipzig

Das tut weh und ist nicht nur für die Betroffenen eine bittere Nachricht: Etwa 7.000 Siemens- Mitarbeiter verlieren ihre Arbeit, knapp die Hälfe davon in Deutschland. Auch werden Standorte des Elektrokonzerns geschlossen, so die Werke im sächsischen Görlitz und in Leipzig mit zusammen 920 Arbeitsplätzen. Begründet werden die Maßnahmen mit Problemen in der Kraftwerks- und in der Antriebssparte.

Auch Siemens-Standort Offenbach vor Schließung – IG Metall kündigt massiven Widerstand an

Ein Dampfturbinenrotor befindet sich zur Wartung am 22.06.2017 im Siemens Werk für Dampfturbinen-Service in Nürnberg (Bayern). Wie die Siemens AG am 16.11.2017 mitteilte, sollen die Standorte zur Gasturbinenherstellung in Offenbach und Erlangen zusam
Das Interesse an Siemens-Produkten wie diesem Dampfturbinenrotor hat stark nachgelassen.
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Durch die geplante Zusammenlegung des in Erlangen und Offenbach angesiedelten Lösungsgeschäfts der Kraftwerkssparte dürfte auch der Standort Offenbach mit rund 700 Beschäftigten vor dem Aus stehen. Für ein Werk in Erfurt prüft Siemens zudem mehrere Optionen, darunter auch einen Verkauf. Die Maßnahmen sollten möglichst sozialverträglich gestaltet werden, erklärte das Unternehmen.

Schon seit längerem wird Siemens in der Kraftwerkssparte mit weltweit rund 46.800 Beschäftigten vor allem seine großen Gasturbinen in Deutschland und Europa nicht mehr los. Das sorgt für Preisverfall und Überkapazitäten. Das Geschäftsfeld Prozessindustrie und Antriebe mit zuletzt rund 44.800 Mitarbeitern weltweit bietet etwa Getriebe, Motoren, Antriebe und Kupplungen für die Öl-, Gas- und Bergbauindustrie an. Es ist damit auch stark von den Rohstoffpreisen abhängig. In beiden Sparten hatte Konzernchef Joe Kaeser bereits Jobs gekappt.

Schon vor Bekanntgabe der Kürzungspläne hatte die Siemens-Führung auch betriebsbedingte Kündigungen nicht ausgeschlossen. Die IG Metall sieht darin einen Bruch der bei Siemens geltenden Vereinbarung zur Standort- und Beschäftigungssicherung. Sie hatte deshalb massiven Widerstand gegen die Pläne angekündigt.