Kängurus in Thüringen auf der Flucht: Vier Tiere eingefangen

Ein Streifenwagen fährt mit Blaulicht über eine Straße. Foto: Friso Gentsch/dpa/Symbolbild
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08. Oktober 2020 - 15:51 Uhr

Im Weimarer Land ist am Donnerstag zur Känguru-Jagd geblasen worden. Fünf der ursprünglich in Australien beheimateten Tiere waren in der Nacht aus ihrem Gehege ausgebrochen und hoppelten frei im Land herum, wie die Polizei mitteilte. Auch der Mitteldeutsche Rundfunk und andere Medien berichteten darüber.

Zunächst habe eine 32-jährige Frau eines der Tiere entdeckt, welches durch ihren Garten in Frankendorf hopste. Die alarmierte Polizei konnte schnell die 47 Jahre alte Besitzerin des Tiers in Wiegendorf ausfindig machen, die feststellen musste, dass ihre fünf Beuteltiere nicht mehr im Gehege waren. Offenbar hatten Unbekannte die Tür zum Stall und auch das Tor zum Freilaufgehege geöffnet. Die Frau startete eine Rückholaktion, als bekannt wurde, dass eines der Kängurus sich in der Nähe von Frankendorf auf der Bundesstraße 7 aufhielt und mehrere Autofahrer zum Anhalten zwang.

Bis zum Nachmittag gelang es der Besitzerin der Kängurus, vier der ausgebüxten Tiere wieder in den heimischen Stall zu bringen. Der fünfte Ausreißer konnte bis dahin jedoch noch nicht ausfindig gemacht werden. Augenzeugen berichteten nach Angaben der Polizei jedoch, dass sich das Tier, das zuletzt in der Nähe der B 7 gesehen worden war, ebenfalls in Richtung Heimat unterwegs war.

2018 hatte im Juli ein Känguru aus Meuselwitz im Altenburger Land seinen Besitzer und die Polizei tagelang in Atem gehalten. Polizisten aus Sachsen und Thüringen fingen das Tier schließlich gemeinsam im sächsischen Ramsdorf bei Regis-Breitingen ein. Das Muttertier war verschwunden, nachdem Unbekannte den Weidezaun zu seiner Koppel zerschnitten hatten, um an eine Spendenbox zu kommen.

Quelle: DPA