Junge deutsche Freiwillige hängen in Uganda fest

31. März 2020 - 18:30 Uhr

Wegen der Corona-Pandemie und der Folgen für den Flugverkehr hängen knapp 30 junge deutsche Freiwillige in Uganda in Ostafrika fest. 15 von ihnen wurden über den Sportverein ASC Göttingen entsandt, wie der Vorsitzende Jörg Schnitzerling am Dienstag sagte. Die jungen Leute würden von örtlichen Partnern des Programms Weltwärts des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) betreut. "Im Großen und Ganzen sind sie im Moment gut aufgehoben", sagte Schnitzerling der Deutschen Presse-Agentur. Über Probleme bei der Rückholung hatte auch der NDR berichtet.

Die Gruppe sei mehrmals auf Flüge aus der Hauptstadt Kampala gebucht worden, die dann aber gestrichen worden seien, sagte Schnitzerling. Von den 15 Jugendlichen stammten zwei aus Göttingen, einer aus einem anderen Teil Niedersachsens, die übrigen aus anderen Bundesländern.

Uganda wird noch nicht vom offiziellen Rückholprogramm der Bundesregierung erfasst. Schnitzerling sagte, man habe deshalb auch Ministerpräsident Stephan Weil und Bundestagsvizepräsident Thomas Oppermann (beide SPD) um Hilfe gebeten.

Nach Angaben einer Weltwärts-Sprecherin in Bonn sind bis Dienstag 2707 von 3170 Freiwilligen nach Deutschland zurückgekehrt. Weltwärts ist vor allem bei Schulabgängern beliebt. Sie arbeiten für ein Jahr gegen ein Taschengeld in Entwicklungsprojekten in Afrika, Asien oder Lateinamerika mit. Das BMZ fördert diesen entwicklungspolitischen Freiwilligendienst.

Quelle: DPA