Junge (†8) vor Zug in Frankfurt gestoßen

Prozess gegen ICE-Schubser Habte A. startet Mitte August

Habte A. sitzt nach dem Tod eines Achtjährigen am Frankfurter Hauptbahnhof in Untersuchungshaft
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10. Juli 2020 - 12:36 Uhr

ICE-Schubser wegen Mordes vor Gericht

Es ist eine unfassbare Tat, die in ganz Deutschland für Entsetzen gesorgt hat: Am 29. Juli stieß Habte A. laut Antragsschrift eine 40 Jahre alte Mutter und ihren achtjährigen Sohn am Frankfurter Hauptbahnhof vor einen einfahrenden ICE. Die Frau überlebte, der Junge wurde vom Schnellzug erfasst und starb an Ort und Stelle. Der Angreifer flüchtete, konnte aber wenig später von der Polizei gefasst werden. Nun wird ihm der Prozess gemacht.

Habte A. wegen Totschlags angeklagt

Am 19. August soll der erste Prozesstag im Frankfurter Landgericht stattfinden, das teilte das Gericht am Freitag mit. Der 40-Jährige wird aber nicht wegen Mordes angeklagt, da er als psychisch krank und schuldunfähig gilt.

Laut Antragsschrift legt ihm die Staatsanwaltschaft Totschlag, versuchten Totschlag und gefährliche Körperverletzung in zwei Fällen zur Last. Demnach beantragen die Kläger die Unterbringung in einer Psychiatrie. Zurzeit sitzt A. in Untersuchungshaft.