Er fühle sich dadurch „wie Spider-Man“

5-jähriger Junge bringt Kokain mit in den Kindergarten

© iStockphoto, SDI Productions (Symbolbild)

21. November 2019 - 9:16 Uhr

Kokain im Kindergarten: Tütchen war voller Spider-Man-Bilder

In Holyoke, Massachusetts (USA) brachte ein kleiner Junge ein Tütchen mit in die Lawrence Elementary School, in dem sich Kokain befand. Seinem Erzieher erzählte der Fünfjährige, dass er sich das Pulver in den Mund stecke und sich dadurch "wie Spider-Man" fühle, berichtete "NBC News".

Junge bringt Kokain in den Kindergarten: Mehr Drogen in Wohnung des Vaters gefunden

Der Erzieher alarmierte daraufhin die Polizei. Der Junge wurde in ein Krankenhaus gebracht, doch die Behörden gehen nicht davon aus, dass er tatsächlich Kokain genommen habe. Das Tütchen sei auch noch versiegelt gewesen.

Als die Polizisten das Zuhause des Jungen aufsuchten, fanden sie seinen Vater, Benny Garcia, schlafend vor. Im Haus sollen sich insgesamt 38 Tütchen Kokain und 70 Tütchen Heroin befunden haben. Der Vater, auf den bereits ein Haftbefehl erlassen war, muss sich nun vor Gericht verantworten. Der Junge und ein weiteres Kind, die mit der Mutter gemeinsam bei Garcia lebten, seien in Obhut des Jugendamts genommen wurden.

Wenn die Eltern Drogen nehmen

Ob der Vater des Jungen selbst drogensüchtig ist, oder mit ihnen dealt, ist bisher nicht bekannt. Doch die Aussage des Fünfjährigen bei seinem Erzieher lässt zumindest vermuten, dass dem Kleinen bewusst war, dass Drogen auf irgendeine Art und Weise das Bewusstsein beeinflussen.

Dies macht noch einmal deutlich, dass Eltern nicht nur aufpassen sollten, was ihr Kind aufschnappt, sondern ihren eigenen Konsum vor Kindern überdenken sollten – nicht nur in Bezug auf illegale Drogen, sondern auch was Alkohol und Nikotin angeht. In diesem Artikel geben wir 7 Tipps, wie Eltern mit ihren Kindern über Drogen reden und sie so vor dem Missbrauch schützen können.

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