Chronologie der Ereignisse

Julen (2) immer noch nicht aus Schacht geborgen - haben die Retter versagt?

23. Januar 2019 - 17:36 Uhr

Julen steckt immer noch im Brunnenschacht

Die Uhr tickt. Seit knapp zehn Tagen steckt der zweijährige Julen in einem über 100 Meter tiefen Schacht in Totalán in Spanien. Direkt nach seinem Verschwinden wurde mit den Rettungsarbeiten angefangen. Seitdem wird nach Aussage der Behörden alles menschenmögliche versucht, das Kind zu befreien. Warum dauert die Bergung dann so lange? Besteht nach so langer Zeit wirklich noch Hoffnung für Julen? Oder sind die Rettungskräfte vielleicht längst an ihrer Aufgabe gescheitert? Unser Video zeigt die Ereignisse - vom Verschwinden des kleinen Jungen bis jetzt.

Haben die Behörden versagt?

Warum ist Julen immer noch nicht gefunden, obwohl doch sofort nach seinem Verschwinden die Rettungskräfte und die Behörden informiert wurden? Vieles deutet darauf hin, dass hier falsch geplant wurde - und eine andere Taktik den Jungen vielleicht viel früher hätte retten können. Ein Architekt vor Ort ist der Meinung, dass von Anfang an die falsche Maschine bestellt wurde. Eine größere hätte den Rettern demnach mehrere Tage Arbeit erspart. Zudem wurde teilweise falsches Bohrmaterial geliefert. Weitere Experten sprachen RTL gegenüber von einem "absolutem Chaos" und dass die Planer der Rettungsaktion mit der Organisation überfordert seien. 

Julens Eltern haben kaum noch Hoffnung, ihren Jungen lebend zu finden. Auch sie verlieren langsam das Vertrauen in die Rettungsarbeiten, wie eine Psychologin, die die Familie betreut, im RTL-Interview erzählte.

Behörden weisen Kritik am Einsatz zurück

Die Behörden hingegen scheinen mit ihrer Arbeit weiterhin zufrieden zu sein und weisen die Kritik zurück. Ein Regierungsbeamter lobte auf einer Pressekonferenz sogar die "Rekordgeschwindigkeit" der Arbeiten. Auch die Rettungskräfte vor Ort verteidigen ihren Einsatz: "Es ist ein eingespieltes Team. Sie wollen weitermachen, alle arbeiten hart und alle wollen diesen Einsatz bestmöglich beenden", sagte ein Feuerwehrmann.