Landgericht

Jugendliche nach Messerattacke in Schule verurteilt

Justitia
Die Justitia ist an einer Scheibe am Eingang zum Oberlandesgericht zu sehen.
Rolf Vennenbernd/dpa/Symbolbild

Nach der Messerattacke auf einen Mitschüler während des Unterrichts ist eine 16-Jährige zu einer Jugendstrafe von drei Jahren verurteilt worden. Das Landgericht Magdeburg befand sie der gefährlichen Körperverletzung für schuldig. Zudem wurde die Unterbringung der Jugendlichen in einem psychiatrischen Krankenhaus angeordnet, wie ein Gerichtssprecher am Dienstag mitteilte. Dort ist seit die Angeklagte bereits vorläufig untergebracht, da sie an einer psychischen Erkrankung leide.

Am 23. November 2020 soll die damals 15-Jährige im Unterricht in einer Schule in Salzwedel (Altmarkkreis Salzwedel) einem Mitschüler mit einem Messer in den Rücken gestochen und ihn verletzt haben. Der Vater der 16-Jährigen habe gegen das Urteil Revision eingelegt, teilte der Gerichtssprecher mit. Es ist damit noch nicht rechtskräftig.

Der Prozess vor der 2. Jugendstrafkammer am Landgericht Magdeburg fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt, da die Angeklagte eine Jugendliche ist und damit laut Gesetz unter einem besonderen Schutz steht.