Jugend-Kolumne von Livia Kerp: Warum die U18-Wahlen die Zukunft der Parteien zeigen

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18. Oktober 2018 - 17:41 Uhr

Es ändert sich was!

Die letzte Bundestagswahl 2017 hat es schon gezeigt und nach der Wahl in Bayern am letzten Wochenende sieht man es noch viel besser: Es ändert sich was. Parteien wie die Grünen werden immer stärker und die sogenannten Volksparteien CDU/CSU und die SPD verlieren immer mehr an Zustimmung. Und wenn man dazu jetzt die letzten Ergebnisse der U18-Wahlen vergleicht, erkennt man auch den Zusammenhang.

Die Grünen gewinnen immer mehr an Bedeutung

Die Ergebnisse der U18-Landtagswahl in Bayern.
Die Ergebnisse der U18-Landtagswahl in Bayern.
© www.u18.org

Die Statistik zum Ergebnis der U18-Bayernwahl (aber auch schon die zur Bundestagswahl 2017) zeigt ganz deutlich, dass die Grünen immer mehr an Bedeutung gewinnen und die großen Parteien langsam an Zuspruch verlieren.

Grund für die enorme Beliebtheit der Grünen bei uns Jugendlichen ist unter anderem, dass diese Partei ein Sinnbild für Umwelt-und Klimaschutz darstellt und somit die Partei ist, die sich für eine gesunde Zukunft für uns Jugendliche einsetzt.

Das Problem der großen Volksparteien

Und das ist auch gleichzeitig das Problem der großen Volksparteien. Denn sie versuchen zu viele verschiedene Themen unter einen Hut zu bringen. Wir Jugendliche fokussieren uns lieber auf ein Thema, das uns am wichtigsten ist. Wie ich schon öfter auf meinem Blog geschrieben habe, ist das nun mal aktuell eindeutig der Schutz unserer Zukunft – also vor allem der Kampf gegen die Klimaerwärmung und gegen das weltweite Plastikmüllproblem.

Deswegen zeigen die U18-Wahlen meiner Meinung auch die Zukunft der Parteien. Denn schon bei den nächsten Wahlen werden viele, die jetzt "nur" bei den U18-Wahlen eine Stimme abgegeben haben, eine echte Stimme haben.

U18-Wahlen sollen politisches Interesse wecken

Die U18-Wahl gibt es übrigens seit 1996. Hier dürfen Jugendliche unter 18 Jahren immer neun Tage vor einem offiziellen Wahltermin ihre Stimmen abgeben. Organisiert wird die Jugendwahl vom Deutschen Bundesjugendring und der Bundeszentrale für politische Bildung. Mit dem Ziel, dass sich Kinder und Jugendliche politisch sichtbar machen können, um so eine Neugierde für das Thema Politik zu entwickeln. Neben meiner Schule waren aktuell insgesamt noch 453 weitere Schulen, Jugendverbände oder Jugendfreizeiteinrichtungen dabei.

Das sagt die Autorin über sich: "Ich bin Livia Kerp, 16 Jahre, und blogge seit 2015. Ich war Jurymitglied zum "Jugendwort des Jahres" in den Jahren 2016 und 2017. Auch 2018 werde ich dabei sein. Mein LiviaJosephine-Magazin soll dich einerseits zum Nachdenken animieren, aber andererseits auch zu deiner Unterhaltung dienen. Meine Hauptthemen sind gesellschaftliche Themen aus der Politik, aus dem Bereich der Unterhaltung und aus meiner Heimatstadt München."