Klinsi stellt sich

Jürgen Klinsmann: "Mir ist unglaublich aufgestoßen, dass da immer noch der Manager sitzt!"

13. Februar 2020 - 6:53 Uhr

Breitseite gegen Michael Preetz

Jürgen Klinsmann hat nach seinem Abschied als Trainer von Hertha BSC Klartext gesprochen. Der Hauptgrund für seinen Rückzug war, dass im Club die Kompetenzen nicht in seinem Sinne geklärt wurden. "Ich habe im Trainingslager in Florida der Vereinsspitze gesagt, dass ich mir eine längere Zusammenarbeit vorstellen kann", sagte der 55-Jährige. Allerdings sei er bis zu seinem Abschied noch immer vertragslos gewesen. "Es ging mir überhaupt nicht um das Geld, sondern nur um Kompetenz. Das betrifft mich und Michael Preetz", so Klinsmann.

"Mir ist unglaublich aufgestoßen, dass da immer noch ein Manager saß, der zu allem seine Kommentare abgab. In England ist das anders. Da hat der Teammanager das Sagen." Er, Klinsmann, habe irgendwann gemerkt, dass es nie zur Umsetzung seiner Wünsche kommen wird und sich deshalb zu diesem Schritt entschlossen.

Seinen Verbleib im Aufsichtsrat von Hertha ließ er offen. "Das ist allen überlassen bei der Hertha, da habe ich gar kein Problem damit. Da sollen die Leute sagen, wie sie es wünschen", sagte Klinsmann. Für Donnerstag (11.30 Uhr) hat die Hertha zu einer Pressekonferenz mit Investor Lars Windhorst, Vereinspräsident Werner Gegenbauer und Sport-Geschäftsführer Preetz geladen. Wie der Spiegel berichtet, werde Klinsmann "keine Funktion mehr im Verein bekleiden". Nach Informationen des Nachrichtenmagazins soll der Ex-Trainer den Aufsichtsrat verlassen.

Klinsmann-Einladung am Mittag

Jürgen Klinsmann stellte sich nach seinem überraschenden Abschied als Trainer von Hertha BSC live bei Facebook den Fragen und der Kritik der Fans. Zuvor hatte der 55-Jährige den Termin für den Abend angekündigt: "ich bekomme von euch super viele Nachfragen zu meinem Rücktritt als Cheftrainer. Dass es eine Menge Unklarheit und auch Unmut gibt, verstehe ich voll und ganz. Dem will ich mich stellen", postete Klinsi.

"Deshalb werde ich heute Abend um 18 Uhr hier auf Facebook in einem Live-Video gerne mit euch über die Gründe für den Schritt sprechen. Ich freue mich auf euch und hoffe, dass ich eure Fragen – gerade die kritischen – beantworten kann", so Klinsmann weiter. Auf konkrete Fragen von Usern ging er allerdings nicht ein.