„Ich war nur ein einziges Mal wirklich knülle“

Jürgen Drews erinnert sich an seinen ersten und gleichzeitig letzten Alkoholabsturz

Jürgen Drews erinnert sich an seinen einzigen Rausch in seiner Jugend.
Jürgen Drews erinnert sich an seinen einzigen Rausch in seiner Jugend.
© dpa, Ina Fassbender, ina fpt kde

29. Oktober 2021 - 8:04 Uhr

Die Abiturfeier eskalierte für Jürgen Drews

Wer annimmt, dass Ballermann-Star Jürgen Drews in jüngeren Jahren ein wildes Partyleben geführt hat, der wird spätestens jetzt eines Besseren belehrt. Denn der heute 76-jährige Schlagerstar verrät in einer Ausgabe von "Des Königs neuer Podcast", dass er mit Alkohol nicht nur "spät" angefangen habe, sondern ihn auch nur in Maßen trinke. Möglicherweise auch, weil er während seiner Schulzeit schlechte Erfahrungen mit Bier und Korn gemacht hat.

Jürgen hatte keine Erfahrung mit Alkohol und trank das Bier auf Ex

"Ich war nur ein einziges Mal wirklich knülle", plaudert Jürgen Drews aus. Das sei gewesen, als er sein Abitur in der Tasche hatte. Er wollte danach eigentlich Medizin in Kiel studieren und seine zukünftigen Kommilitonen hatten ihn nach seiner mündlichen Prüfung spontan zum Feiern in die Kneipe neben der Schule eingeladen. "Ich war auf der Schule bekannt, weil ich Musik gemacht habe. Und, weil ich einmal sitzen geblieben bin. Die schrien 'Drews, komm rein! Du hast dein Abitur gemacht, das gibt's ja nicht!'", erinnert sich der 76-Jährige.

Weil ihn an der Schule nie jemand habe feiern sehen, beschlossen seine Mit-Abiturienten, dass Jürgen jetzt "dran sei". Sie stellten ihm einen Korn hin und einen halber Liter Bier. Für den mit Alkohol unerfahrenen Jürgen reichte das schon völlig aus, wie er berichtet. Nicht nur, dass er "unheimlich schnell trinken" kann, er hatte auch noch Durst und war unterzuckert. Eine unheilige Allianz, wie jeder weiß, der Alkohol trinkt.

„Ich nebelte langsam schon weg"

Nach Bier auf Ex und dem Korn habe Jürgen noch schlau gedacht, dass er jetzt "lieber direkt nach Hause" geht, bevor der Alkohol seine Blutbahn erreicht. Dort angekommen schaffte es Jürgen so gerade noch hoch in die Mansarde, wo er schlief. "Ich nebelte langsam schon weg, es war eine ganz langsame Ohnmacht, in die ich fiel", berichtet Jürgen. Seine Eltern, die daheim waren und auf seine Rückkehr nach der mündlichen Abi-Prüfung warteten, hörten nur noch einen lauten "Bumm" aus seinem Zimmer oben. Und dann nichts mehr.

Erst am nächsten Nachmittag sei Jürgen wieder zu sich gekommen. Mit einem dicken Kopf. Der Teppich in seinem Zimmer waren weg. Jürgens Eltern hatten ihn in den Garten legen müssen, weil sich ihr betrunkener Sohn darauf und auf dem Sessel übergeben hatte.

Auch die Hecke des Nachbarn hatte eine beachtliche Beule. "Das warst du, mein Sohn", erklärte ihm sein Vater, "da hast du drin gelegen". Ein Bett in der Hecke, statt ein Bett im Kornfeld. (csp)