Jüdische Kulturtage in Rostock eröffnet

Ein Mann trägt in einer Synagoge eine Kippa. Foto: Fredrik Von Erichsen/dpa/Symbolbild
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17. Oktober 2020 - 20:42 Uhr

In Rostock sind am Samstagabend die 5. Jüdischen Kulturtage eröffnet worden. Sie seien eine Einladung zum Dialog und zu Begegnungen über Religionsgrenzen hinweg, sagte die für Religionsangelegenheiten zuständige Justizministerin Katy Hoffmeister (CDU). Im fünften Jahr werde eine enorme Vielfalt jüdischer Tradition, Kunst und Kultur geboten. Kunst helfe mit, Weltoffenheit und Toleranz zu stärken und Grenzen und Vorurteile abzubauen, sagte die Ministerin.

Dass sich Taten wie der Anschlag auf die jüdische Synagoge in Halle vor einem Jahr und auf einen jüdischen Studenten in Hamburg in Deutschland ereignen, erfülle sie mit Entsetzen, Wut und Trauer. Dem Antisemitismus dürfe kein Raum gelassen werden, forderte Hoffmeister.

Zum Programm der Jüdischen Kulturtage bis zum 8. November gehören nach Angaben der Stadtverwaltung unter anderem Lesungen, Pantomime und Konzerte. Im M.A.U. Club tritt demnach der Schriftsteller und Musiker Wladimir Kaminer mit dem Programm "Kaminer & die Antikörper" auf. Zum Abschluss spielen die Rostocker Bands "Zartgesottene Melodealer" und "10 vor Eins".

Quelle: DPA