2019 M01 14 - 12:16 Uhr

Spektakuläres Comeback möglich

José Mourinho hat einen neuen Job - als TV-Experte beim katarischen Sportsender BeIN Sports. Sollte ihm nach seiner Entlassung bei Manchester United trotzdem langweilig werden, steht einem neuen Engagement als Trainer zumindest vertragsrechtlich nichts mehr im Weg. Die Tür für eine Rückkehr zu Real Madrid ist sperrangelweit offen.

Hürde aus dem Weg

Die Abfindung in Höhe von 16,6 Millionen ist gezahlt und damit das Arbeitsverhältnis mit Manchester United endgültig beendet: Mourinho kann sich nach einer neuen Trainer-Aufgabe umsehen. Der Blick fällt schnell auf Real Madrid, das der exzentrische Portugiese zwischen 2010 und 2013 schon einmal trainierte. Und auch die Spanier dürften sich angesichts der aktuellen sportlichen Talfahrt wohl nach Traineroptionen umhören.

Kriselnde Madrilenen

Santiago Solari Manager of Real Madrid looks on during the FIFA Club World Cup semi-final match between Kashima Antlers and Real Madrid at Zayed Sports City Stadium on December 19, 2018 in Abu Dhabi, Un
Für ihn könnte es eng werden: Santiago Solari steht mit Real Madrid in der Liga gar nicht gut da.
© Getty Images, Bongarts

Bei den 'Königlichen' läuft das neue Jahr nämlich  mager. Unter dem im Oktober installierten Trainer Santiago Solari setzte es zuletzt im eigenen Stadion ein 0:2 gegen Real Sociedad, der Abstand zu Tabellenführer und Erzrivale Barcelona beträgt mittlerweile zehn Punkte.

Mourinho flirtet: "In einen Club zurückkehren ist riesige Ehre"

Umständlich und mehrdeutig, aber grundsätzlich positiv - so äußerte sich 'The Special One' zu der Rückkehr zu einem ehemaligen Verein: "Wenn ein Trainer oder Spieler zurückkommt, bedeutet das, dass er etwas Positives getan hat. Wenn ein Profi zurückkehrt oder ihm angeboten wird, in einen Club zurückzukehren, ist dies eine riesige Ehre."

Mourinho sagte bei "Correio da Manha TV" außerdem: "Die Vereine versuchen, einen Spieler oder Trainer, den sie bereits kennen, anzustellen, und wenn sie ihn wollen, liegt dies daran, dass sie den Wert dieser Person kennen."

Aber: Schmutzige Trennung bringt Ballast

Ob Mourinho die richtige Antwort auf die königliche Krise ist, bleibt jedoch fraglich. Der 55-Jährige hatte sich am Ende seiner Real-Zeit unter anderem mit Vereinsikone Iker Casillas überworfen. In der Folge stellten sich auch Fans und Medien gegen den eigenwilligen Star-Coach, der mit Real zwar Meister und Pokalsieger wurde, den Gewinn der Champions League aber verpasste. Trotz allem soll Real-Präsident Florentino Perez weiter große Stücke auf Mourinho halten.