Sie sollen bei dem Vakzin Vorrang haben

Johnson & Johnson-Impfstoff für Obdachlose in NRW

Der Impfstoff von Johnson & Johnson soll in NRW zuerst Obdachlosen verabreicht werden.
Der Impfstoff von Johnson & Johnson soll in NRW zuerst Obdachlosen verabreicht werden.
© picture alliance

19. April 2021 - 16:22 Uhr

Bei Johnson & Johnson reicht eine Impfung

Den neuen Corona-Impfstoff von Johnson & Johnson will das Land Nordrhein-Westfalen zuerst Wohn- und Obdachlosen zur Verfügung stellen. Das Vakzin ist noch nicht ausgeliefert, soll dann aber zunächst für Impfangebote in diesem Bereich eingesetzt werden, teilte das NRW-Gesundheitsministerium mit. Im Unterschied zu den anderen bislang zugelassenen Stoffen ist bei Johnson & Johnson nur eine Impfung notwendig.

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Es wäre der vierte Impfstoff in Deutschland

"Hier bestehen die größten Unsicherheiten, die Zweitimpfungen nach sechs beziehungsweise zwölf Wochen sicherzustellen", schrieb die Landesregierung zu einer Anfrage der Grünen an den Gesundheitsausschuss im Hinblick auf die Corona-Situation von Obdachlosen.

Der Impfstoff von Johnson & Johnson wäre der vierte, der in Deutschland eingesetzt wird. Bislang wird mit Vakzinen von Biontech/Pfizer, Moderna und AstraZeneca geimpft. Johnson & Johnson ist ein Pharmakonzern aus den USA.

Auslieferung ist nach Thrombose-Fällen zunächst gestoppt

Vor rund einer Woche hatte Johnson & Johnson mitgeteilt, dass das Unternehmen den Marktstart seines Impfstoffs in Europa verzögert. Nach Meldungen über Thrombose-Fälle war die Auslieferung zunächst gestoppt worden. Der Vorsitzende der Ständigen Impfkommission, Thomas Mertens, hält das für eine "nachvollziehbare Maßnahme". Ähnliche Probleme hatte es bereits mit dem Impfstoff von AstraZeneca gegeben.

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