Mit Milliardenpaket gegen Trump

Joe Biden verspricht den Amerikanern fünf Millionen neue Jobs

10. Juli 2020 - 16:45 Uhr

700 Milliarden für Wirtschaftsaufschwung

Der Wahlkampf in den USA läuft bereits auf Hochtouren. Während US-Präsident Donald Trump durch die Staaten tourt und seine Fans während der Corona-Pandemie auch in Arenen empfängt, steuert der demokratische Präsidentschaftskandidat Joe Biden jetzt mit einem milliardenschweren Konjunkturpaket gegen seinen republikanischen Mitbewerber. 700 Milliarden Dollar – umgerechnet rund 620 Milliarden Euro – umfasst sein Wirtschaftsprogramm, mit dem er den USA aus der Corona-Krise heraus zu neuem Aufschwung verhelfen will.

Im Video sehen Sie, welche Standpauke Biden seinem Kontrahenten Trump hält.

Millionen Arbeitsplätze und eine umweltfreundlichere Wirtschaft

Mit seinem Wirtschaftsprogramm will Joe Biden nicht nur seine Chancen im Wahlkampf gegen Donald Trump verbessern, sondern auch neue Arbeitsplätze schaffen. Fünf Millionen Menschen sollen mithilfe der Finanzspritze einen Job finden. Die Investitionen sind vor allem für heimische Produkte und die Industrieforschung geplant. Auch die Wirtschaft will Joe Biden umweltfreundlicher gestalten.

Reiche, die von ihren Geldanlagen leben, will Joe Biden nicht stärken. Vielmehr wolle er sich auf Familien in der Arbeiter- und Mittelschicht fokussieren. "Wir müssen Arbeit genauso belohnen, wie wir Wohlstand belohnt haben", sagte der 77-Jährige am Donnerstag. Wenn Biden im November zum Präsidenten gewählt würde, werde er sich deshalb für die Verdopplung des Mindestlohns auf 15 Dollar pro Stunde einsetzen.

Chancengleichheit für Afroamerikaner

In seinem Heimatstaat Pennsylvania besuchte Biden am Donnerstag eine Metallfabrik. "Seit langem plagt unser Land eine wachsende wirtschaftliche Ungerechtigkeit und eine wachsende Klimakrise", betont der Demokrat. Joe Biden griff Konkurrent Trump in seiner Rede direkt an. Zur Linderung der Corona-Krise, der wirtschaftlichen Turbulenzen und den landesweiten Unruhen wegen systematischer Benachteiligung von Schwarzen brauche es Einigkeit im Land.

Deshalb will er sich für die Chancengleichheit von Afroamerikanern stark machen. Vor allem ein Sieg in seiner Heimat Pennsylvania gilt als wichtig bei der Wahl am 3. November.