'JFK Files' über Kennedys Ermordung: Donald Trump stimmt Veröffentlichung wohl zu

23. Oktober 2017 - 9:25 Uhr

Ermordung John F. Kennedys: Nur ein einzelner Attentäter?

Die Ermordung von US-Präsident John F. Kennedy im Jahr 1963 hatte die USA zutiefst erschüttert und wirft bis heute viele Fragen auf. Verschwörungstheorien und Mythen ranken um das Ereignis. Viele zweifeln die offizielle Version des Tathergangs immer noch an, nach der der Kennedy-Attentäter alleine gehandelt haben soll. Nun kommt vielleicht etwas Licht ins Dunkel. Donald Trump hat angekündigt, Zehntausende Seiten geheimer Dokumente zu veröffentlichen.

Donald Trump kündigt Zustimmung per Twitter an

Medienberichten zufolge möchte der Geheimdienst CIA einen Teil der Papiere weiter zurückhalten. Aber am Samstag twitterte Präsident Donald Trump, er werde der Veröffentlichung der 'JFK Files' wahrscheinlich zustimmen. Trump wäre der einzige, der den Schritt mit Hinweis auf nationale Sicherheitsinteressen noch blockieren könnte.

Kennedy-Attentat: Verschwörungstheorien und die Warren-Kommission

Untersuchungen der sogenannten Warren-Kommission hatten ergeben, dass Lee Harvey Oswald für das Verbrechen verantwortlich war und alleine gehandelt hat. Dennoch haben sich all die Jahre über alle möglichen Verschwörungstheorien gehalten: Dass vielleicht die Mafia die Strippen zog, Kuba, die Sowjets, der militärisch-industrielle Komplex, vielleicht auch der spätere Kennedy-Nachfolger Lyndon B. Johnson in Verbindung mit der CIA, dem organisierten Verbrechen und Ölinteressensgruppen.

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Kurz vor seiner Ermordung sitzt der damalige US-Präsident John F. Kennedy am 22.11.1963 in Dallas (USA) zusammen mit seiner Frau Jacqueline in einer Limousine.
© dpa, ---, abl

'JFK Files': Welche Rolle spielte die CIA?

Experten gehen indessen davon aus, dass die Veröffentlichung der 'JFK Files' keine konkreten neuen Aufschlüsse darüber gibt, was damals genau geschehen ist. Die Dokumente könnten aber Informationen darüber enthalten, warum die CIA im Vorfeld der Tat Oswald überwachte und ob sie dabei Fehler machte.

Ein Hollywood-Film als Stein des Anstoßes

Der Oliver-Stone-Film JFK hatte seinerzeit mit seinen wuchernden Verschwörungstheorien einen großen Wirbel in der Öffentlichkeit ausgelöst. Der amerikanische Kongress hatte dann beschlossen, entsprechende Dokumente nach einer Frist von 25 Jahren zu veröffentlichen. Diese Frist läuft am kommenden Donnerstag ab.