Jetzt wird 'zurückgebingt': Donald Trumps einstige Unterstützer greifen ihn offen an

Gegenwind aus den eigenen Reihen für den US-Präsidenten

Gerade erst hat US-Präsident Donald Trump damit geprahlt, wie locker er mit seinen Kritikern umgeht. Das wird jetzt auf die Probe gestellt. Denn er bekommt immer mehr Gegenwind – auch aus den eigenen Reihen der republikanischen Partei.

Trumps einstige Unterstützer teilen aus

"Ich mache einfach bing, bing, bing und dann ist es erledigt", antwortete Donald Trump vor kurzem auf die Frage, wie er mit seinen Kritikern umgeht. Doch nun wird 'zurückgebingt'. Immer mehr seiner einstigen Unterstützer greifen ihn an.

Der republikanische Senator Jeff Flake, der im US-Kongress seit langem für konservative Werte kämpft, will den Präsidenten nicht länger verteidigen. In einer Brandrede kritisiert Corker Trumps schamlose Missachtung der Wahrheit, die persönlichen Attacken und das sinkende Niveau der politischen Auseinandersetzung – und kündigte an, für eine Wiederwahl nicht mehr zur Verfügung zu stehen.

Senator Bob Corker: "Weißes Haus ist zur Ganztagsbetreuung geworden"

Doch Flake ist nicht der einzige Republikaner, der aufbegehrt. Auch der erfahrene Senator Bob Corker macht seinem Ärger öffentlich Luft. Im Wahlkampf hatte er den Präsidenten noch unterstützt und wurde von ihm als "Great Guy" ("guter Mann") bezeichnet. Doch jetzt gibt es nur noch Schimpftiraden im Internet. Auf Twitter schrieb Corker schon vor Wochen als Reaktion auf eine von Trumps Twitter-Tiraden: "Es ist eine Schande, dass das Weiße Haus zur Ganztagsbetreuung geworden ist. Offensichtlich hat heute Morgen jemand seine Schicht verpasst." In einem Interview mit 'CNN' legte der Senator nun nach: "Der Präsident hat bei vielen Themen große Schwierigkeiten mit der Wahrheit", so Corker.

Seit der Kritik seitens der beiden Senatoren lässt Trump keine Gelegenheit aus, gegen sie auszuteilen. Ein Verhalten, das schon lange auffällig bei Trump ist, und ziemlich einzigartig in der Weltpolitik.

Für die Universität Yale war das wohl Anlass genug, sich mit Trumps mentalem Gesundheitszustand zu beschäftigen. Herausgekommen ist ein unheimliches Ferngutachten, das Trump als Soziopathen beschreibt. Man darf auf seine Reaktion gespannt sein