2018 M12 16 - 20:48 Uhr

Angreifer rief "Allahu Akbar"

Die französische Polizei sucht nun öffentlich und mit seinem vollen Namen nach Cherfi Chekatt, dem mutmaßlichen Terror-Attentäter von Straßburg, der beim Weihnachtsmarkt der elsässischen Stadt ein Blutbad angerichtet hat. Der Mann gilt als gefährlich, ausdrücklich wird davor gewarnt, selbst aktiv zu werden.

Blutbad auf dem Weihnachtsmarkt

Chekatt, der als islamistischer Attentäter eingeschätzt wird, ist weiter auf der Flucht. Ein Großaufgebot der Polizei sucht nach ihm, auch über die Landesgrenzen hinweg.

Der mehrfach in vorbestrafte und in mehreren Ländern als kriminell aufgefallene Angreifer soll sich im Gefängnis radikalisiert haben. Der gebürtige Straßburger mit nordafrikanischen Wurzeln saß wegen schweren Diebstahls auch in Deutschland in Haft. "Der Terrorismus hat erneut unser Gebiet getroffen", sagte der Pariser Antiterror-Staatsanwalt Rémi Heitz. Zeugen hätten den Angreifer "Allahu Akbar" (Allah ist groß) rufen hören.

Deutsche Polizei sucht auch seinen Bruder Sami

Chekatt hatte Dienstagabend mitten in der weihnachtlich geschmückten Innenstadt um sich geschossen. Er habe eine Handfeuerwaffe und ein Messer dabeigehabt. "Auf seinem Weg hat er mehrfach das Feuer mit einer Handfeuerwaffe eröffnet und ein Messer benutzt, mit dem er getötet und schwer verletzt hat", sagte Heitz.

Nach der Tat flüchtete der Angreifer, lieferte sich aber noch zwei Schusswechsel mit Sicherheitskräften. Nach dem Anschlag haben Ermittler vier Menschen aus dem Umfeld des 29 Jahre alten Tatverdächtigen in Gewahrsam genommen. Auch deutsche Sicherheitsbehörden suchen mit nach dem Täter und fahnden auch nach dessen Bruder Sami. Das Innenministerium in Paris schloss nicht aus, dass der Täter nach Deutschland geflüchtet sein könnte.