Heftige Kritik am Gesundheitsminister

Jens Spahn (CDU) entschuldigt sich für Krebs-Tweet

05. Februar 2019 - 18:16 Uhr

"Jeder kann Kampf gegen Krebs beginnen"

Nicht rauchen, sich mehr bewegen, gesund ernähren und die Haut vor UV-Strahlung schützen. Wenn es nach Jens Spahn (CDU) geht, dürfte Krebs schnell besiegt sein. "Jeder kann seinen persönlichen Kampf gegen Krebs heute beginnen", hat Spahn getwittert. Heute der Rückzug: Der Gesundheitsminister fühlt sich missverstanden und entschuldigt sich.

Spahn sorgt nicht zum ersten Mal mit dem Thema für Aufregung

"Nichts liegt mir ferner, als den Erkrankten eine Mitschuld zu geben oder Krebs zu verharmlosen", twittert der Gesundheitsminister. "Im Gegenteil: Wir sollten durch mehr Prävention, frühe Früherkennung, bessere Therapien schweres Leid zu vermindern versuchen."

Viele User bei Twitter sind empört über Spahns Aussagen. "Mehrere Tote im Freundeskreis beweisen: Krebs kann einem immer passieren", schreibt Micky Beisenherz. "Anders als dumme Tweets. Dagegen kann man sich schützen." SPD-Gesundheitssprecher Karl Lauterbach twittert: "Bei 60% der Krebsfälle kennen wir keine theoretische Möglichkeit der Vorbeugung."

Spahn hatte vergangene Woche mit der Prognose für Aufsehen gesorgt, dass er Krebs in zehn bis 20 Jahren für besiegbar halte. Im Video äußert ein Experte erhebliche Zweifel daran und warnt davor, falsche Hoffnungen zu wecken.