Weniger Fans ins Stadion

Jens Lehmann mit irren Aussagen zu Corona

Jens Lehmann
Jens Lehmann
© dpa, Sven Hoppe, shp

19. April 2020 - 17:05 Uhr

Lehmann hat einen großen Plan

Manchmal sollte man seine Worte mit Bedacht wählen. Oder sich besser gänzlich zurückhalten. Wie im Falle von Jens Lehmann. Der ehemalige Nationaltorhüter vetritt in Sachen Corona und Fußball seine ganz eigene Meinung. Bundesliga mit Zuschauern? Kein Problem. Eine mögliche Ansteckung? Auch kein Problem. Die Fans könnten doch Abstand halten. Warum ist darauf noch niemand gekommen?

Spott und Häme im Netz

"Diese Frage hat mir auch noch keiner beantworten können, warum in einem Stadion wie der Allianz Arena, wo 70.000 Leute reinkommen, warum man da nicht 20.000 reinstecken kann", sagte Lehmann bei Sport1 in der Sendung Doppelpass. Bei einem "Abstand von zehn Metern" würden sich Fans im Stadion "wahrscheinlich nie in die Quere kommen".

In den sozialen Medien erntete der frühere Bundesliga-Profi dafür Spott und Häme. Da grübeln Virologen und Politiker seit Wochen, wie man mit der Situation umgeht - Lehmann präsentiert die Lösung. Und Tausende Fans, die kein Glück beim Ticket-Lotto hatten, könnten doch als Entschädigung eine Freikarte fürs Oktoberfest bekommen. Mit dem nötigen Abstand im Bierzelt versteht sich. Saufen auf Distanz. Und der Rest geht auf den Rummel.

Eine Prise Verschwörungstheorie

Einmal in Fahrt, legte Lehmann nach: "Bisher war alles gut. Aber auf den Fußballsport bezogen glaube ich, wie auch in anderen Wirtschaftszweigen, dass man vielleicht den Fehler macht, zu sagen, wir halten es zu lange geschlossen. Dadurch geht extrem viel kaputt, jeder Tag kostet uns Milliarden", so der Ex-Keeper.

Ein weiteres Problem sei, "dass wir sowohl von Politikern als auch von Virologen nicht so genau Bescheid bekommen, wie es sich eigentlich um das ganze Virus verhält". Ein bisschen Verschwörungstheorie hilft natürlich immer. Zum Glück entscheidet Lehmann nicht über die Gesundheit von Millionen.

Auch interessant