"Es gibt Menschen, die mich wegen meinem verstorbenen Papa beleidigen"

Jenny Frankhauser lassen Beleidigungen im Netz kalt - bis auf eine Ausnahme

Nicht immer gibt's was zu lachen, wenn Jenny Frankhauser auf ihr Smartphone guckt.
Nicht immer gibt's was zu lachen, wenn Jenny Frankhauser auf ihr Smartphone guckt.
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Jenny Frankhauser und die Hater

Die größte Sorge in ihrem Leben gilt wohlmöglich ihrem unheilbaren Lipödem. Um den Schmerzen zu entkommen, hat sich Jenny Frankhauser (28) sogar operieren lassen. Eigentlich müsste sie ihre ganze Energie jetzt darauf verwenden, sich in Ruhe von dem Eingriff zu erholen, doch etwas kommt ihr immer wieder dazwischen: Die Hater. Hass im Netz, dagegen muss auch Jenny kämpfen. Und manche Beleidigungen sitzen auch nach all den Jahren in der Öffentlichkeit noch immer tief.

Heftiger Kommentar aus dem Netz

„Mit 16 habe ich geweint, wenn mich jemand beleidigt hat. Heute überlese ich das irgendwie. Es interessiert mich einfach nicht mehr“, erklärt Jenny in einer aktuellen Instagram-Story. Gute Einstellung, die fiesen Kommentare nicht mehr nahe an sich heranzulassen. Doch das gelingt Jenny nicht immer, denn bei einem Thema reagiert die 28-Jährige einfach sensibel: „Das einzige Thema, bei dem ich richtig empfindlich bin, ist meine Familie.“ Und dann nennt sie ein Beispiel dafür, was die Hater ihr in Bezug auf ihre Liebsten schreiben: „Es gibt Menschen, die mich wegen meinem verstorbenen Papa beleidigen.“

Im Video kämpft Jenny Frankhauser gegen die Diagnose Lipödem

Jenny Frankhauser leidet Diagnose: Lipödem
00:55 min
Diagnose: Lipödem
Jenny Frankhauser leidet

Jenny Frankhausers Strategie gegen Hass

Ziemlich heftig, doch Jenny will diesen Nachrichten nicht mit Hass antworten, zeigt stattdessen eine überraschend andere Emotion: „Irgendwie können solche ‘Bestien’ einem nur leid tun.“ Mitleid also, Mitleid mit den Menschen, die ihr den Alltag manchmal zur Hölle machen. Denn: „Kein Mensch, der zufrieden ist, macht sowas. Fazit: Jeder Mensch, der dich beleidigt (nicht kritisiert, denn das ist was anderes!), ist ein unzufriedenes Würstchen. Habt Mitleid und ignoriert es einfach.“

Gegenmittel gegen Hass: Zum Glück gibt es einen Menschen, der für Jenny da ist, wenn der Hass im Netz besonders stark ist: Freund Steffen, mit dem sie letztes Jahr in eine gemeinsame Wohnung gezogen ist. Mit Steffen kann sich Jenny irgendwann sogar eigene Kinder vorstellen. (psy)