Jenny - echt gerecht!: August Wittgenstein im Interview

August Wittgenstein spielt Maximilian Mertens in "Jenny - echt gerecht!".
August Wittgenstein spielt den Anwalt Maximilian Mertens in "Jenny - echt gerecht!". © Der Freundschaftsdienst, MG RTL D / Christoph Assma

August spielt den seriösen Anwalt

Schauspieler August Wittgenstein spielt in der RTL-Serie "Jenny - echt gerecht!" den seriösen Anwalt Maximilian Mertens. Wie sehr er sich mit dieser Rolle identifizieren kann, verrät er uns im Interview.

So tickt Maximilian Mertens

In "Jenny – echt gerecht!" spielt August Wittgenstein den Anwalt Maximilian Mertens. Was ist er für ein Typ, wie tickt er?

Maximilian fährt nicht zufällig einen schnellen Sportwagen, er hat dessen Eigenschaften sogar ein bisschen übernommen: Er reagiert schnell und präzise, lebt gerne auf der Überholspur, drängelt manchmal ein bisschen, wenn es zu langsam vorangeht, scheut keine Konfrontationen mit seiner Umwelt und zeigt gerne, was er drauf hat. Maximilian denkt strategisch und hält sich selbst für straight und unemotional... bis Jenny ins Spiel kommt.

Er ist ein ziemlicher Kopfmensch, wie viel Maximilian Mertens steckt denn in Ihnen?

Ich wünschte mehr, aber ich bin deutlich emotionaler. Das fasziniert mich auch an Juristen, die betrachten Dinge nüchtern, sehr sachlich, rationales, klares, logisches Denken – darin übe ich mich leider viel zu selten. Aber das ist ja die schöne Herausforderung beim Schauspiel, dass man in andere Richtungen schauen und denken darf.

Wie ist denn das Verhältnis zwischen Jenny und Max?

Schrecklich. Nein, ich finde – und das macht diese Serie so besonders – die Beziehung zwischen Jenny und Max sehr unterhaltsam und komisch. Jenny hat einen ganz anderen Hintergrund, ist keine Akademikerin, sondern einfach eine Macherin und sieht nirgendwo Probleme. Sie sieht nur Lösungen. Diese ganzen legalen Hürden, die Max natürlich sofort sieht, sind für sie einfach unsichtbar und deswegen sind gewisse Ego-Kämpfe vorprogrammiert. Da geraten beide oft aneinander. Jenny macht Max das Leben zur Hölle (lacht). Die meiste Zeit... aber sie hat natürlich gleichzeitig so eine sympathische, charmante Art. Da kann man ihr nicht sehr lange böse sein.

Gab es die Option, auch im wahren Leben Anwalt zu werden?

Ich habe Riesen-Respekt vor Juristen und finde es auch interessant mit denen zu reden, aber das war nie eine Karriere, die für mich infrage gekommen wäre. Wenn überhaupt, hätte ich mir vorstellen können, noch irgendwie in den diplomatischen Dienst zu gehen oder Ähnliches. Das mit der Schauspielerei war aber eigentlich schon relativ früh klar. Da führte kein Weg dran vorbei.