Jenke spricht mit Häftling Stefan über ein halbes Leben hinter Gittern

Häftling: "Knast ist Berufsschule."

Stefan ist 40 Jahre alt, sitzt seit über 20 Jahren im Gefängnis. Damit hat er mehr als die Hälfte seines Lebens in Haft verbracht. Und das nicht nur, weil er Geldautomaten in die Luft gesprengt hat. Bis auf Mord, sagt er, hat er schon jedes erdenklich krumme Ding gedreht. An die Resozialiserung nach verbüßter Strafe glaubt Stefan nicht. Der Knast mache einen erst zum Verbrecher, findet der 40-Jährige: "Knast ist Berufsschule."

"Man wird hier drinnen schlimmer"

Im Interview mit Jenke von Wilmsdorff erzählt Stefan von einer schweren Kindheit. Davon, dass er bei seiner Oma aufwuchs. Von seiner Mutter nie geliebt, von seinem Vater im Suff verprügelt wurde. Und wie er in die Drogensucht flüchtete, 16 Jahre lang an der Nadel hing. Durch den Suchtdruck macht er alles, was Geld bringt.

Stefans "Spezialität": EC-Automaten in die Luft sprengen. Direkt bei seiner ersten Sprengung erbeutet er 780.000 Euro. Teure Hotels, Luxusautos - alles mit dem erbeuteten Bargeld finanziert. Nach dem 18. Bankautomaten wird er gefasst, zu einer langjährigen Haftstrafe verurteilt.

Aber was haben die Freiheitsstrafen gebracht? "Man wird hier drinnen schlimmer", sagt Stefan.

Alles zu Das Jenke-Experiment

Das Jenke-Experiment: Montag, 12.09. um 21:15 Uhr

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Der macht das wirklich!