Jemen: US-Militär rettet Geiseln - verschleppter Journalist bleibt verschwunden

Die Befreiung einer US-amerikanischen Geisel ist dem Militär nicht gelungen.
Journalist Luke Somers: "Ich suche nach jeder Hilfe, die mich aus dieser Situation befreien kann."
Reuters, REUTERS TV

"Ich bin sicher, dass mein Leben in Gefahr ist."

Das US-Militär ist nach eigenen Angaben mit der Befreiung einer amerikanischen Geisel des Terrornetzwerks Al-Kaida im Jemen gescheitert. Bei der Aktion seien Gefangene verschiedener Nationalitäten gefunden und gerettet worden, aber der vermisste US-Journalist Luke Somers sei nicht dabei gewesen, teilten das Weiße Haus und das Pentagon mit.

Zu den Identitäten der befreiten Geiseln wurde keine Angabe gemacht. Die US-Regierung reagierte mit dem Eingeständnis auf ein im Internet verbreitetes Video, das den Amerikaner zeigt. Ein Sprecher des Al-Kaida-Ablegers auf der arabischen Halbinsel droht in dem Film mit der Tötung des 33-Jährigen. "Uns ist das Video bekannt", sagte die Sprecherin des Nationalen Sicherheitsrates von Präsident Barack Obama, Bernadette Meehan.

Die US-Regierung habe drei Tage Zeit, um Forderungen zu erfüllen, "die sie genau kennen", erklärte der Sprecher in dem Video. Ansonsten werde die Geisel ihr "unabdingbares Schicksal" treffen. Am Ende muss sich Somers selbst äußern. "Ich suche nach jeder Hilfe, die mich aus dieser Situation befreien kann", sagte er. "Ich bin sicher, dass mein Leben in Gefahr ist." Der Journalist war vor mehr als einem Jahr in der jemenitischen Hauptstadt Sanaa entführt worden, wo er als freier Fotoreporter arbeitete.