Jemen: Rotkreuz-Hilfsgüter erreichen Aden

07. April 2015 - 8:33 Uhr

"Aden ist eine Geisterstadt"

Das Rote Kreuz hat erstmals seit Ausbruch der Kämpfe dringend benötigten medizinischen Bedarf in Krankenhäuser der südjemenitischen Metropole Aden gebracht. Konvois des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) erreichten die Stadtteile Kraitar und Mualla, teilte der Leiter der IKRK-Operationen in Nahost, Robert Mardini, am Montag mit. "Aden ist eine Geisterstadt", schrieb er im Kurznachrichtendienst Twitter. "Die Einwohner sind nirgendwo zu sehen & das Ausmaß der Zerstörung der Stadt wird immer offensichtlicher."

In Aden kämpfen örtliche Anhänger des geflohenen Präsidenten Abed Rabbo Mansur Hadi und die aus dem Norden vorrückenden Huthi-Rebellen seit zwei Wochen um die Kontrolle über die Stadt. Seit dem 26. März bombardieren Flugzeuge einer von Saudi-Arabien geführten regionalen Allianz Stellungen und Waffenlager der Huthis. Der UN-Sicherheitsrat wollte am Montagabend über einen russischen Vorschlag beraten, der eine humanitäre Feuerpause in Aden vorsieht, damit die notleidende Bevölkerung versorgt werden kann.