20. Februar 2018 - 8:47 Uhr

Gute Gesundheitsversorgung ist der Schlüssel

Jeden Tag sterben auf der Welt 7.000 Neugeborene, also Babys in ihrem ersten Lebensmonat. Die Hauptursachen sind Frühgeburten, Komplikationen bei der Geburt und Infektionen wie Blutvergiftungen. Ein aktueller Unicef-Bericht zeigt jetzt, wie sehr die Überlebenschancen davon abhängen, in welchem Land man geboren wird.

RTL-Korrespondentin über Unicef-Projekt aus Somalia

In Japan sterben mit einem von 1.111 die wenigsten Neugeborenen. In Deutschland stehen die Überlebenschancen auch noch sehr gut, eins zu 435 beträgt das Verhältnis. Am schlimmsten ist die Situation in Pakistan: Hier stirbt jedes 22. Neugeborene. Babys dort sowie in der Zentralafrikanischen Republik und Afghanistan haben die schlechtesten Überlebenschancen weltweit.

Jährlich sterben weltweit 2,6 Millionen Babys, eine Million davon am Tag ihrer Geburt. Acht der zehn Länder, die in dem Bericht des Kinderhilfswerks der Vereinten Nationen am schlechtesten abschneiden, liegen im Afrika südlich der Sahara. Darunter sind etwa Somalia, die in Südafrika gelegene Enklave Lesotho sowie die westafrikanischen Staaten Guinea-Bissau, Mali und die Elfenbeinküste. Vor allem Armut und Konflikte führen dazu, dass schwangere Frauen in diesen Ländern deutlich schlechter gesundheitlich versorgt werden als Schwangere in Industrieländern.

Viele dieser Babys könnten überleben, wenn die Mütter nur Zugang zu guter Gesundheitsversorgung hätten. Genau da setzt jetzt ein Unicef-Projekt an, das von Deutschland finanziert wird – in Somalia, dem Land, mit der vierthöchsten Sterblichkeitsrate. Mehr darüber erfahren Sie im Video von unserer Afrika-Korrespondentin Nicole Macheroux-Denault.

So können SIE helfen

Die Mehrzahl der Todesfälle ist vermeidbar, sagte Unicef-Direktorin Henrietta Fore. Hauptgründe für den Tod von Neugeborenen sind Frühgeburt und Probleme bei der Geburt selbst, Lungen- und Hirnhautentzündungen sowie die umgangssprachlich als Blutvergiftung bekannte Sepsis. Schwangere müssten von ausgebildeten Hebammen betreut werden. Wichtig seien zudem die Verfügbarkeit von Desinfektionsmitteln und sauberem Wasser, Stillen und Hautkontakt unmittelbar nach der Geburt sowie gute Ernährung.

Wenn auch Sie spenden möchten, finden Sie hier weitere Infos. Sie können auch einfach eine SMS mit dem Stichwort SOMALIA an die 44 8 44 schicken. Damit unterstützen Sie das Projekt automatisch mit zehn Euro. Wir garantieren Ihnen: Jeder Cent kommt an!