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Jede siebten Unterrichtsstunde in MV nicht regulär gegeben

Schule
Unterricht in einer Grundschule. Foto: Bernd Wüstneck/Archiv © deutsche presse agentur

Trotz der Einstellung von mehr als 400 neuen Lehrern sind Unterrichtsausfall und Vertretungsunterricht im Schuljahr 2017/2018 in Mecklenburg-Vorpommern erneut gestiegen. Wie das Bildungsministerium am Freitag in Schwerin mitteilte, fielen im vorigen Schuljahr 2,4 Prozent der Schulstunden an den staatlichen allgemein bildenden Schulen ersatzlos aus. Damit ging die Zahl der Ausfallstunden im zweiten Jahr in Folge wieder nach oben.

Im Schuljahr 2015/16 war mit 2,0 Prozent der bislang niedrigste Wert registriert worden. Im Schuljahr 2002/03 hatte die Quote noch bei 3,2 Prozent gelegen, ging dann aber kontinuierlich zurück und schwankt seit gut zehn Jahren zwischen 2,0 und 2,5 Prozent. Häufigster Grund für Unterrichtsausfall sei die Erkrankung von Lehrkräften, hieß es.

Die jüngste Statistik biete keinen Anlass zum Jubel, konstatierte Bildungsministerin Birgit Hesse (SPD), zeigte sich aber froh darüber, dass bei gewachsenem Lehrerbedarf der Unterrichtsausfall nicht noch stärker gestiegen sei. Der Durchschnittswert zeige zudem nicht die Situation an einzelnen Schulen. "Ich habe Verständnis für Eltern, die unzufrieden sind, weil an der Schule ihres Kindes besonders viel Unterricht ausgefallen ist. Vertretungsunterricht ist nicht optimal, aber allemal besser als Unterrichtsausfall", betonte Hesse.

Ihren Angaben zufolge ging auch die Zahl der von fachfremden Pädagogen gehaltenen Vertretungsstunden von 11,0 auf 11,6 Prozent und damit den bislang höchsten Wert nach oben. Somit wurde an den allgemein bildenden Schulen im Land jede siebte Stunde nicht regulär gegeben, an den Berufsschulen war es sogar jede fünfte. Wichtigstes Ziel bleibe daher, viele ausgebildete Lehrer einzustellen und damit den Unterricht abzusichern, erklärte Hesse.


Quelle: DPA

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