Tierbesitzer zeigt keine Reue

Im Auto zurückgelassen: Passanten retten jaulenden Hund aus praller Mittagshitze

In Gerolzhofen wurde ein Hund über zwei Stunden in einem aufgeheizten Pkw zurückgelassen.
© iStockphoto, EvgeniiAnd // Symbolbild

30. Juni 2020 - 10:02 Uhr

Passanten entdecken jaulenden Hund in überhitztem Auto - und rufen die Polizei

Auf einem Marktplatz im unterfränkischen Gerolzhofen entdeckten Passanten am Freitagmittag einen jaulenden Hund, der in einem Auto zurückgelassen worden war. Der Wagen, so heißt es in einem Bericht der "Mainpost", habe über zwei Stunden lang in der prallen Hitze gestanden. Zwar sei ein Fenster leicht geöffnet gewesen, jedoch sollen die 27 Grad Außentemperatur eine beträchtliche Stauhitze im Auto hervorgerufen haben, die dem Vierbeiner sichtlich zu schaffen machte. Die Passanten versuchten daraufhin, den Hund mit Decken vor der Mittagshitze abzuschirmen und riefen die Polizei.

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Kurz bevor der Wagen aufgebrochen werden sollte, sei der Besitzer schließlich doch erschienen. Als die Polizei dem Mann eröffnete, dass sie eine Strafanzeige nach dem Tierschutzgesetz gegen ihn erstatten werde, habe der 74-Jährige mit absolutem Unverständnis reagiert und angekündigt, er werde seinen Hund auch zukünftig während des Einkaufens im Auto lassen.

Trotz aller Warnungen passiert es leider immer wieder: Hundehalter schließen ihre Tiere bei sommerlichen Temperaturen im Auto ein, weil sie den Temperaturanstieg im Wagen unterschätzen. Auch die Polizei Gerolzhofen betont, laut dem Bericht der "Mainpost", ausdrücklich: "Für Tiere, die bei Hitze in einem Pkw sind, besteht akute Lebensgefahr durch Überhitzung."

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