Japanischer Multimillionär wollte 1.000 Kinder: Babyfabrik in Thailand entdeckt

Er wollte sein eigenes Imperium

In einem Luxus-Appartment in Bangkok entdeckte die Polizei Anfang August neun Babys mit ebenso vielen Kindermädchen und eine schwangere Leihmutter. Ein japanischer Multimillionär ließ mindestens 15 Kinder in einer Art Babyfabrik von Leihmüttern austragen. Inzwischen sucht Interpol nach dem 24-Jährigen.

Polizei überführt eine Leihmutter
Die Polizei überführt eine der neun entdeckten Leihmütter.
dpa, Rungroj Yongrit

Der Gesuchte ist sich jedoch keiner Schuld bewusst und will sogar per künstliche Befruchtung weitere Kinder austragen lassen. Um seine Vaterschaft zu beweisen, ließ Mitsutoki Shigeta durch seinen Anwalt sogar DNA-Proben an die thailändische Polizei überbringen.

Die Polizei befürchtete zunächst, dass es sich um einen Fall von Menschenhandel mit Leihmutter-Babys in großem Stil handelt. Was die Ermittlungen zutage förderten, ist wohl nicht kriminell, aber höchst merkwürdig: Der Sohn eines Milliardärs wollte bis zu 1.000 Kinder zeugen, die sich später um seine Geschäfte kümmern sollen. Die Kinder sollten der Beginn seines Imperiums sein. Die ‘Japan Times‘ sprach mit Mariam Kukunsashvili, die Leihmutterschaften in Thailand vermittelt und Shigeta nach eigenen Angaben als Klienten hatte. Sie wurde misstrauisch, als er nach immer weiteren Leihmüttern fragte, wie sie der Zeitung sagte. "Das beste, was ich der Welt hinterlassen kann, sind viele Kinder", soll der mehrfache Vater dann gesagt haben.