5. April 2018 - 12:07 Uhr

Der Küstenwalfang als Teil der jährlichen Jagd im Pazifik

Japan macht erneut Jagd auf Wale vor seiner Nordostküste. Der Küstenwalfang - zu vorgeblich wissenschaftlichen Zwecken - ist Teil der jährlichen Jagd im Pazifik. Zunächst gehen die Walfänger vor der Küste der Provinz Miyagi auf Jagd, in den kommenden Monaten dann in zwei weiteren Seegebieten im Norden und Nordosten, berichten mehrere Medien.

Hunderte Zwergwale wurden getötet

Auf der Abschussliste stehen insgesamt bis zu 80 Zwergwale, die trotz ihrer relativ geringen Größe von nur bis zu zehn Metern zu den Großwalen gehören. Erst vor wenigen Tagen waren japanische Walfänger mit insgesamt 333 getöteten Zwergwalen aus der Antarktis zurückgekehrt.

Nach einer Untersuchung der Wale - beispielsweise ihres Mageninhalts - wird ihr Fleisch für den Verzehr zum Verkauf angeboten. Jedes Jahr lässt die japanische Regierung im Rahmen ihres sogenannten Forschungswalfangs Hunderte Wale töten. Das ist formal erlaubt, trotz des seit 1986 geltenden weltweiten Walfangmoratoriums. Die Nummer Drei der Weltwirtschaft verfolgt dabei das politische Ziel, auch die kommerzielle Jagd auf Großwale wieder zuzulassen.

Auch Deutschland war lange Zeit im Walfang aktiv. Im Video sehen Sie, wie rund um die ostfriesische Insel Borkum im 18. Jahrhundert brutal Wale gejagt wurden.